Die Unsicherheit kurz vor einer großen Reise und wie du lernst, mit ihr umzugehen

Jahre habe ich davon geträumt, oft monatelang alles geplant, Wochen voller Vorfreude gelebt und dann, ein paar Tage vor der Abreise, kommen sie wieder: die Zweifel, die Unsicherheit, die weichen Knie. Ich denke eigentlich immer, etwas ist eine gute Idee, bis es dann tatsächlich soweit ist. Plötzlich freue ich mich gar nicht mehr auf die Reise, bereue die Entscheidung und wünsche mir, ich könnte einfach daheim bleiben. Hier ist es ja auch schön und vor allem vertraut. Ehrlich gesagt ging es mir bisher vor jedem größeren Auslandsaufenthalt so. Wie oft habe ich mich schon gefragt, woher das kommt und warum ich mich plötzlich nicht mehr freue. Und wieso es mir nach all den Reisen in den letzten Jahren doch immer und immer wieder genauso geht. In diesem Artikel nehme ich dich mit auf eine ganz persönliche Reise – nämlich die, die stattfindet, noch bevor du das Flugzeug, die Fähre, den Zug oder das Auto besteigst, um dich in die Ferne aufzumachen.

Zwischen Selbstzweifeln und gesellschaftlichem Druck

Egal vor welchem längeren Auslandsaufenthalt bisher, immer stand ich wenige Tage vor der Abreise an jenem Punkt, an dem ich die gesamte Reiseidee komplett hinterfragt und oft auch bereut habe. Ob vor meiner neunmonatigen Reise durch Asien, dem Jahr mit meinem VW-Bus Henry und Gismo in Marokko, vor meinem Praktikum in Rumänien, dem Auslandssemester in der Slowakei oder jetzt, wenige Tage vor meiner Abreise nach Island – dieses Gefühl kommt jedes Mal wieder. Obwohl ich vermeintlich gut vorbereitet bin, schleicht sich die Angst ein, etwas Wesentliches vergessen zu haben. Dann gehe ich meine Packlisten wieder und wieder durch: Habe ich den Reisepass? Sind die Länder, die ich mit dem Auto durchfahre, wirklich alle auf der Grünen Versicherungskarte verzeichnet? Habe ich genügend Medikamente für den Hund abgezählt? Und dann ist da noch dieser Gedanke: Warum tue ich mir den Stress eigentlich wieder an? Denn ja, ich liebe das Reisen. Und ja, ich hatte einige der prägendsten Zeiten meines Lebens in den Ländern dieser Welt. Aber oft haben sie mich auch ein großes Quäntchen Mut, Nerven und nicht zuletzt Geld gekostet. Aber woher kommt dieser Gedanke?

Besonders Reisen wie diese mit Gismo nach Venedig, benötigen viel Vorbereitung und Planung. Und am Ende bleibt das Gefühl, ob ich nicht doch irgendetwas wichtiges vergessen habe.

Ein Grund ist sicher, dass ich in Deutschland glücklich bin. Ich lebe gerne hier, habe eine tolle Familie und, unabhängig davon, wo ich bisher gelebt habe, ob in meiner Heimat Köln, in Baden-Württemberg oder zuletzt in Bayern, mir stets einen schönen Alltag rund um Uni und die Pferde aufgebaut. Und trotzdem zog es mich immer wieder in die Ferne. Nicht, weil ich vor etwas weglaufe. Im Gegenteil. Wie schön mein Zuhause wirklich ist, wird mir oftmals besonders während jener Tage vor der Abreise wieder bewusst. Wenn der Zeitpunkt näher rückt, andem ich mich von Familie und Freunden verabschieden muss. Mal wieder. Mit der Aussicht, bald wieder ganz alleine on the road zu sein. Dazu kommt, dass ich mich mit meinen Reisen oft ein bisschen wie eine Pionierin gefühlt habe. Die Dinge, die ich erlebt habe, hat, zumindest soweit ich weiß, in dieser Form in meinem Umfeld niemand bisher gemacht. Ich hatte keine echten Vorbilder. Und das war nicht immer leicht. Vor meiner Weltreise kannte ich niemanden, der mit 18 Jahren und nur mit Handgepäck alleine nach Asien losgezogen ist. Ich kannte niemanden, der mit Hund und Oldtimer nach Marokko gefahren ist oder sein Auslandspraktikum in einem kleinen rumänischen Dorf verbracht hat. Und ja, es gab viele Blogartikel über Auslandssemester in großen europäischen Städten, aber über das kleine Banská Bystrica in der Slowakei habe ich damals nichts gefunden. Auch vor meiner Abreise nach Namibia letztes Jahr kamen Zweifel – diesmal eher im beruflichen Kontext: Reite ich gut genug? Werde ich mich im Reservat schnell zurechtfinden? Was, wenn ich mich einfach zu doof für Afrika anstelle? Und auch jetzt, wenige Tage bevor ich mit meinem Auto auf die Fähre zu den Faröer-Inseln und anschließend für meinen Sommerjob nach Island übersetze, ist dieses ungute Gefühl wieder da. Ich habe doch noch so viel für die Masterarbeit zu erledigen. Bräuchte ich nicht eigentlich mehr Geld? Und was, wenn ich im neuen Team nicht klarkomme? Immer habe ich mich bewusst ohne größere Beeinflussung von außen für die Auslandsaufenthalte entschieden. Dadurch steigt der Druck, da ich wenige Tage vor der Abreise die Verantwortung für mein eigenes Leben sehr bewusst spüre.

Und diese Selbstzweifel stehen eigentlich in starkem Kontrast zu dem, wie ich mich auf meinen Reisen, nach einer gewissen Eingewöhnung, letztlich immer fühle: frei, stark, selbstbewusst. Doch habe ich in den letzten Jahren auch schmerzlich lernen müssen, dass die Zeit daheim nicht stehen bleibt. Meine Asienreise musste ich abbrechen, weil ein naher Angehöriger starb (siehe dazu auch Weltreiseabbruch: Ein ganz persönlicher Artikel), und jedes Mal, wenn ich von einem längeren Auslandsaufenthalt zurückkomme, hat sich Zuhause etwas verändert. Denn was wir Langzeitreisenden oft vergessen: Auch daheim dreht sich die Uhr weiter. Und apropos Zeit. Wer so wie ich seine Reisen lange im Voraus plant, kennt dieses Gefühl vielleicht. Am Anfang scheint alles noch ewig hin zu sein. Du kümmerst dich um Impfungen, stellst deine Reiseapotheke zusammen, beantragst Visa und klapperst eine lange Amazon-Bestellliste voller Reisegadgets ab, aber es fühlt sich dennoch alles wie Zukunftsmusik an. Umso überraschender ist es dann jedes Mal für mich zu realisieren, wie schnell die Zeit plötzlich vergeht. Auf einmal sind es nur noch Wochen. Dann Tage. Und oft gehören zu dieser Phase auch große Schritte, wie den Job kündigen, das WG-Zimmer aufgeben. Manche melden sich sogar komplett aus Deutschland ab. Ganz ehrlich, da würde doch jeder nervös werden! Psychologisch nennt man das übrigens eine Übergangsphase und die ist fast immer begleitet von dem Wunsch, doch lieber beim Alten zu bleiben, sowie Grübeln und Zweifeln a la „Was, wenn…?“

Gemeinsam mit Hund auf Reisen. Was auf Social Media immer so einfach aussieht, hat mich oftmals viel Mut gekostet.

Und dann ist da noch der Punkt mit dem gesellschaftlichen Druck. Obwohl ich immer versuche, meine Reisepläne nicht zu sehr herumzuposaunen, kommen sie früher oder später natürlich doch ans Licht. Mein Umfeld weiß Bescheid, es wird nachgehakt, mitgefiebert und es werden unzählige Fragen gestellt. Und wenn dann doch mal Zweifel aufkommen, habe ich in der Vergangenheit Sätze gehört wie: „Du wolltest es doch so“, „Dann bleib halt einfach hier“ oder „Kam mir von Anfang an wie eine Schnapsidee vor.“ Letzteres trifft mich besonders. In die Entwicklung einer Reiseidee, in die oftmals langen Bewerbungsprozesse für Jobs im Ausland und in all die Vorbereitungen stecke ich unglaublich viel Zeit. Und auch danach bereite ich meine Erlebnisse auf dem Blog mit genauso viel Herzblut wieder auf. Und natürlich wollte ich das alles so. Aber das heißt ja nicht, dass mir die Idee ein paar Tage vor der Abreise immer noch genauso schlau vorkommt. Im Gegenteil! Die Versagensangst und der Druck steigen kurz vorher oft noch einmal, gerade weil so viele Leute davon wissen. Und weil im Zweifel auch alle mitbekommen würden, wenn ich scheitere.

Raus aus der Komfortzone

Das Gehirn des Menschen ist darauf programmiert, Risiken zu vermeiden. Das macht evolutiosnbiologisch auch total Sinn! Schon für den Neandertaler war es überlebensentscheidend, bei Unsicherheit lieber einmal zu viel als zu wenig vorsichtig zu sein. Wer etwa bei einem Rascheln im Gebüsch sofort an Gefahr dachte und im Zweifel vor einem Säbelzahntiger floh bzw. sich auf den Kampf vorbereitete, hatte schlicht die besseren Überlebenschancen. Genau dieses Prinzip steckt noch heute in uns. Unser Gehirn reagiert auf Ungewissheit reflexartig mit Vorsicht, auch wenn die „Gefahr“ inzwischen eher eine große Reise als ein Säbelzahntiger ist. So eine Reise bedeutet neue Umgebung, Umstellung in vielerlei Hinsicht, Kontrollverlust und Ungewissheit. All diese Faktoren aktivieren im Gehirn eine Art „Alarm-System“. Selbst wenn die Reise objektiv sicher ist, fühlt sie sich subjektiv unsicher an. Das wirkt im ersten Moment paradox, ist aber eigentlich logisch: Wer sich außerhalb seiner Komfortzone bewegt, signalisiert dem eigenen System Veränderung und das reagiert darauf mit Unsicherheit. Denn Selbstzweifel tauchen oft genau dann auf, wenn wir uns weiterentwickeln. Sie bedeuten nicht, dass du nicht gehen sollst, sondern eher, dass du dich gerade an einem Punkt befindest, der dir eben einiges abverlangt. Vertrau mir, ich war schon oft an diesem Punkt. Und auch wenn die ersten Wochen im Ausland nicht immer leicht waren, habe ich noch nie eine Reise bereut.

Kennst du das Zitat: Great things never came from comfort zones? Und ich glaube wirklich, da ist was dran. Wichtig ist, Selbstzweifel und Unsicherheit zu-, aber sich nicht davon beherrschen zu lassen. Aber wie lernst du jetzt am besten mit dieser Unsicherheit umzugehen?

Nirgendwo bin ich auf Reisen so weit aus meiner Komfortzone ausgebrochen, wie beim Wildcampen (hier in Irland).

Meine Tipps um vor der Abreise einen kühlen Kopf bewahren

Was mir vor einer Reise besonders hilft, ist das Gefühl, alles vorbereitet und organisiert zu haben, was möglich ist, ohne in letzter Minute noch zu Ämtern zu rennen oder das Auto durch den TÜV bringen zu müssen. Wie du dich dabei am besten vorbereitest, habe ich dir unter der Rubrik Reiseplanung zusammengefasst. Auch Abschiede von Kollegen, Freunden und Familienmitgliedern versuche ich bewusst nicht auf den letzten Drücker zu legen, um mir selbst unnötigen Stress zu ersparen. Stattdessen nehme ich mir, ähnlich wie nach einer langen Reise, ganz bewusst Zeit für mich. Ich gehe noch einmal meine Packlisten durch, betreibe Sport als mentalen und körperlichen Ausgleich und umgebe mich mit Menschen, die mir gut tun und mich in diesem Moment verstehen. Denn so wie die Zeit vor einer Reise oft von gemischten Gefühlen geprägt ist, gilt das auch für die Zeit danach. Mehr dazu kannst du in meinem Artikel Zurück von der Reise: Wie du die Post-Travel-Blues vermeidest & die Rückkehr am besten meisterst nachlesen.

1. Zweifel nicht überbewerten

Nur weil sich das Gedankenkarussell gerade ständig um die Reise dreht, heißt das noch lange nicht, dass deine Entscheidung falsch war. Zweifel sind oft eher ein Zeichen dafür, dass dir etwas wirklich wichtig ist. Statt dir immer wieder die schlimmsten Szenarien auszumalen, versuch den Fokus bewusst auf die Dinge zu lenken, die dich überhaupt erst zu dieser Reise bewegt haben: vielleicht die Strände eines Landes, lebhafte Großstädte, eine neue Kultur oder einfach das Gefühl, mal aus dem Alltag auszubrechen. Dir also bewusst zu werden, warum du das eigentlich machst. Und weil selbst gut gemeinte Kommentare in solchen Momenten Zweifel verstärken können, ist es umso wichtiger, dass du dich wieder mit deiner eigenen Motivation verbindest, z. B. über Bücher, Reiseblogs, Fotos oder Filme.

2. Tagebuch schreiben

Obwohl ich auf Reisen selbst viel Tagebuch schreibe, fehlt mir dafür zu Hause oft die Motivation. Vor der Abreise kann es aber unglaublich helfen, die eigenen Gedanken einmal aufzuschreiben – einfach, um sie zu sortieren und den Kopf etwas ruhiger zu stellen. So musst du zudem nicht ständig dein Umfeld damit „beschallen“. Ich hatte nämlich oft das Gefühl, dass die Dauerthemen Reise, Ausland und Zukunft in Gesprächen mit anderen irgendwann zu viel werden. Es lenkt den Fokus stark auf mich und kann beim Gegenüber auch Unsicherheit auslösen, vielleicht sogar die Frage, ob der eigene Alltag hier in Deutschland überhaupt „richtig“ ist. Dabei bin ich mir sicher, dass Reisen nicht für jeden die Lösung ist. Aber für mich hat es bisher einfach gut funktioniert.

3. Fokus auf den Anfang legen

Gerade wenn du mehrere Monate unterwegs bist, solltest du auf keinen Fall alles im Voraus durchplanen, zum Beispiel bei einer Weltreise. Mir hat es aber immer enorm geholfen, zumindest die ersten Tage zu organisieren, um nicht komplett ins Ungewisse zu starten. Vielleicht findet sich sogar eine Freundin oder ein Freund, der dich am Anfang begleitet? Gerade weil der Start oft der schwerste Teil ist, kann das unglaublich entlastend sein. Du musst dabei auch noch nicht die gesamte Reise festgeschrieben haben, im Gegenteil. Auf all meinen Reisen kam am Ende sowieso alles anders als geplant und meistens sogar viel besser. Es reicht, erstmal in das erste Transportmittel zu steigen. Alles andere ergibt sich vor Ort.

Was mir direkt zum Reisebeginn sehr geholfen hat, war die ersten Tage zu planen, etwa für Sightseeing. Wer länger reist kann sich auch ein Volunteeringprojekt für einige Wochen suchen – etwa auf Plattformen wie Workaway oder Wwofing.

Und weil gerade die ersten Tage auf Reisen oft ihre ganz eigenen Herausforderungen bereithalten, erscheint als Nächstes ein Blogartikel, der sich genau dieser besonderen Zeit widmet.

4. Nochmal dein Zuhause genießen

Kurz vor einem längeren Auslandsaufenthalt koste ich noch einmal ganz bewusst die Annehmlichkeiten aus, die das Leben in Deutschland bietet und die mir bald wohl ziemlich fehlen werden. Ein heißes Bad etwa, mein eigenes Bett, ein Kölsch in der Lieblingskneipe, Zeit mit der Familie oder einfach für meine Lieblingsgerichte einkaufen, ohne dabei ständig die Währung umrechnen zu müssen. Und nach jeder Reise habe ich genau diese Dinge umso mehr zu schätzen gewusst.

5. Die Sache mit dem Plan B

Auf einem anderen Reiseblog bin ich über den Begriff „Point of no return“ gestolpert, also etwa den Moment, in dem man ins Flugzeug steigt und es kein Zurück mehr gibt. Ich sehe das etwas anders. Während meiner Asienreise habe ich Menschen getroffen, die ihre Langzeitreisen aus ganz unterschiedlichen Gründen unterbrochen oder sogar ganz abgebrochen haben. Denn du kannst jederzeit zurück. Und das ist genauso wenig falsch wie die Entscheidung, überhaupt loszugehen. Du darfst anfangen und aufhören, wann und wo du willst. Du darfst Fehler machen, daraus lernen, deine Route unterwegs ändern oder deine Reise verkürzen. Es gibt keinen „Point of no return“. Außer vielleicht während meiner ersten drei Tage auf der Fähre Richtung Island, die ich Sonntagabend besteige. Aber selbst dann könnte ich vor Ort direkt wieder umkehren. Kleiner Spoiler: Wird nicht passieren.

6. Einfach mal anerkennen, wie weit du schon gekommen bist

Dieser Tipp, um Unsicherheiten zu bewältigen, hilft mir besonders in den Momenten, in denen ich wieder an mir selbst zweifle und nicht sicher bin, ob ich den Herausforderungen eines Landes gewachsen bin, sei es der Klimawechsel, gefährliche Tiere, Fremdsprachen oder eine völlig neue Kultur. Dann blättere ich durch meine alten Reisetagebücher, klicke mich durch frühere Blogbeiträge oder schwelge anhand von Fotos in Erinnerungen. Und erinnere mich daran, was ich alles schon geschafft habe: Als erstes Land, das ich jemals alleine bereist habe, direkt auf die Philippinen. Ohne Französischkenntnisse in Marokko leben. Mit einem über 40 Jahre alten Bus im eiskalten Februar durch Polen bis nach Russland fahren. Gemeinsam mit meinem Hund Gismo einen ganzen Sommer in Großbritannien und Irland verbringen. Alleine von Zimbabwe bis nach Namibia fahren und mich korrupten Grenzbeamten im Caprivi stellen. Und dann denke ich mir: So schlimm kann die aktuelle Herausforderung, mein Auto und mich nach Island zu verschiffen, auch nicht sein. Diese positive Denkweise hilft mir enorm.

7. Akzeptieren, dass es sich komisch anfühlt

Unsicherheit gehört dazu. Es muss sich nicht perfekt anfühlen, damit es die richtige Entscheidung ist, es muss sich nur richtig anfühlen. Für mich reicht manchmal schon ein Blick auf Google Maps und das nächstes Reiseziel, damit genau dieses Gefühl wieder aufkommt. Erinnere dich beim nächsten Mal, wenn das Gedankenkarussell wieder die Kontrolle zu übernehmen scheint, an den Neandertaler, den genau dieses Gefühl von Unsicherheit und Vorsicht vor lebensgefährlichen Begegnungen mit Säbelzahntigern geschützt hat. Dein Körper versucht nicht, dich aufzuhalten, er versucht, dich zu schützen. Und genau deshalb darfst du ihn auch bewusst beruhigen, mit einem positiven Mindset, wie ich es dir in diesem Artikel gezeigt habe, mit Yoga und Meditation oder einfach mit einer kleinen Dosis Eat Pray Love. Denn wenn Liz Gilbert das konnte, dann kannst du das auch.

Fazit, wenige Tage vor der Abreise nach Island

Nach all meinen Auslandsaufenthalten gehe ich inzwischen zwar gelassener mit der Unsicherheit um, dass heißt jedoch nicht, dass sie komplett verschwunden ist. Ganz im Gegenteil. Pünktlich, wenige Tage vor einer Abreise, liege ich oft meiner Mutter und engen Freunden in den Ohren und erzähle, dass ich mich plötzlich gar nicht mehr auf den anstehenden Auslandsaufenthalt freue. Dass das vielleicht doch alles keine so gute Idee war. Dass ich Angst vor den verschiedensten Szenarien habe und am liebsten einfach zu Hause bleiben würde. Sie lächeln dann meist nur, immerhin kennen sie es nicht anders von mir. Ich glaube, dieses Gedankenkarussell wird man nie ganz los. Diese Zweifel, die Unsicherheit und die weichen Knie. Und gerade deshalb ist es so wichtig, einen guten Umgang damit zu finden. Ich hoffe daher, dass dir meine Tipps dabei helfen. Denn alles klingt verrückt, bis es jemand zum ersten Mal macht. Und sei es, einen Kölner Audi über die Färöer Inseln bis nach Island zu verschiffen, ganz weit raus aus meiner Komfortzone. Und vermutlich auch seiner.

Courage doesn’t mean you don’t get afraid. Courage means you don’t let fear stop you.”

Bethany Hamilton

Diesen Artikel veröffentliche ich bereits auf der Fähre zu den Faröer Inseln. Bei mir war es die letzten Wochen aufgrund meiner Masterarbeit zeitlich sehr eng. Sobald wie möglichen folgen aber noch die restlichen Namibia-Artikel. Bis dahin Kærar heilsur, wie die Färinger grüßen und bis bald! ☺️

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Verfasst von

Hi, ich bin Nadine, 28 Jahre alt und komme ursprünglich aus Köln. Seit einer 8-monatigen Soloreise durch Asien nach dem Abitur hat mich das Reisefieber gepackt. Gemeinsam mit meinem Hund Gismo war ich auf zahlreichen Roadtrips durch Europa bis nach Nordafrika unterwegs. Nach seinem Tod reise ich nun wieder viel mit dem Backpack durch ferne Länder. Hier auf meinem Blog Horseshoe Travel verbinde ich meine beiden großen Leidenschaften: das Reisen und das Reiten – und das schon seit 2016!

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