Drei Tage im Yala-Nationalpark

Der Yala-Nationalpark ist das beliebteste Safariziel Sri Lankas und zugleich das älteste Naturschutzgebiet der Insel.

 

Im Yala-Park findet man eine der größten Leopardenpopulationen dieser Erde, mit circa 30 Tieren. Zudem bietet er Lebensraum für zahlreiche weitere seltene Tierarten und ist landschaftlich sehr vielfältig mit seinen Dünen, Wäldern, Lagunen, Küstenstreifen und ungewöhnlichen Felsformationen wie dem Elefantenfelsen.

Besucherinformationen

Der Nationalpark ist bis auf die Zeit zwischen Mitte August und Ende Oktober, die Trockenperiode, ganzjährig geöffnet. Am besten eignen sich die Monate Februar bis Juli für einen Besuch des Parks, wenn die Regenzeit geendet hat und die Trockenzeit noch bevorsteht. Generell ist Sri Lanka aber ein Land, das problemlos ganzjährig besucht werden kann.

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Der Elefantenfelsen

Die nächstgelegene Stadt ist Tissamaharama, wo es zahlreiche preisgünstige Übernachtungsmöglichkeiten und Tourenanbieter für Safaris gibt. Sehr empfehlen kann ich übrigens das Lak Chand Restaurant, welches unschlagbar gutes und preiswertes Essen in großen Portionen anbietet. Tissamaharama ist auch aufgrund der indischen Riesenflughunde, die tagsüber in den Bäumen ruhen, einen Besuch wert. Daher ist eine Übernachtung im Nationalpark, die dazu recht teuer ist, nicht unbedingt notwendig, denn die Öffnungszeiten von 6 bis 18 Uhr gelten für alle Besucher.

Safarianbieter

Schon bei Ankunft in Tissamaharama wurde ich von den ersten Tourenanbietern angesprochen. Von solchen spontanen Buchungen würde ich jedoch eher abraten und stattdessen vorher im Internet einen Überblick verschaffen, sowie auf die Empfehlungen anderer Reisender hören. Meine erste Safari buchte ich über meine Unterkunft und war absolut enttäuscht, denn trotz der gebuchten Ganztagessafari sahen wir kaum Tiere. Das lag daran, dass mein Fahrer sich nicht gut im Park auskannte, ausschließlich auf den größeren Wegen blieb und auch keine Kontakte zu anderen Fahrern im Park hatte, was das wichtigste für einen Safariguide ist. Denn sobald ein Leopard, Bär, Elefant oder ein weiteres seltenes Tier gesehen wird, kontaktieren sich die Guides untereinander und diesem Netzwerk ist es zu verdanken, dass die Besucher so häufig Tiersichtungen machen.

Da ich doch noch mehr vom Yala-Nationalpark sehen wollte, als bloß den rotsandigen Hauptweg, wechselte ich die Unterkunft und buchte meine Safari mit einem der beliebtesten Tourenanbieter. Die folgenden Tage unternahm ich zwei Ganztagessafaris mit Daya Safari, dem meiner Meinung nach besten Anbieter für Safaris im Yala-Park. Die meisten Tiersichtungen macht man abseits der großen Wege, weshalb ein guter Fahrer und ein wenig Glück notwendig sind, für eine „erfolgreiche“ Safari.

Die Kosten für eine Safari variieren je nach Anbieter und Gästeanzahl. Für eine Ganztagessafari zahlt man etwa 10.000 bis 15.000 Rupien, für eine Privatsafari mehr.

Der Nationalpark

Der 1500 km² große Park ist zwar der zweitgrößte Nationalpark des Landes, jedoch ist nur ein kleiner Teil für Besucher zugänglich. Der Großteil des Parks ist Naturschutzgebiet und bietet einen geschützten Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Zudem grenzt der Yala-Park an den indischen Ozean und an einigen Strandabschnitten legen Schildkröten Nachts ihre Eier ab, weshalb solche Bereiche besonderen Schutzes benötigen.

Der Nationalpark beheimatet über 30 Säugetierarten, von denen ich einige zusehen bekam.

Zudem leben zahlreiche Reptilarten im Park, wie Schildkröten, Krokodile, Warane und Schlangen.

Über 130 verschieden Vogelarten gibt es im Yala-Park, in allen Farben und Größen.

Dank meines Guides sah ich zudem einen der seltenen Goldschakale am Wasserloch. Es war faszinierend wieviele Tiere mein Guide entdeckte, die ich niemals gesehen hätte und das obwohl er bereits über 70 Jahre alt war.

Fazit

Eine Safari im Yala-Nationalpark sollte man nicht mit zu hohen Erwartungen antreten, denn nur weil beispielsweise viele Leoparden im Park leben, bedeutet das noch lange nicht, dass man auch wirklich einen sieht. Zudem kommt es häufig zu einem Massenauflauf an Jeeps, die sich alle aggressiv einen Platz in den vorderen Reihen ergattern wollen, wenn tatsächlich ein Leopard, Elefant oder Bär gesichtet wurde.

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Die wahren Könige Sri Lankas

Die Meisten haben sicher schon von den Big Five Afrikas gehört. Sri Lanka hat seine eigene Definition der Big Five, denn zum Elefanten und Leoparden, kommen noch der Lippenbär, Pottwal und Blauwal dazu.

Veröffentlicht von

Hi, ich bin Nadine, 19 Jahre und komme aus Köln! Im September 2016 bin ich auf Weltreise gestartet, auf der du mich auf meinem Blog begleiten kannst. Hier dreht sich alles um die Themen Backpacking, Tauchen und tierfreundliches Reisen.

2 thoughts on “Drei Tage im Yala-Nationalpark

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