Vientiane: Die kleinste Hauptstadt Asiens

In diesem Gastartikel erzählt Carole Samirah Noor von ihren ganz persönlichen Erfahrungen auf ihrer Südostasienreise, die sie vor einigen Wochen von Nordthailand in die laotischen Hauptstadt Vientiane führte.

 

Ich habe den Artikel übersetzt, das englische Original befindet sich jeweils im unteren Absatz.

 

7 Uhr Morgens, ich sitze alleine im Café des Khon Kaen Terminal Busbahnhofs. Ich weiß nicht, ob der Kaffee in Laos so gut sein wird wie in Thailand, deshalb genieße ich jeden Schluck in vollen Zügen. Die anstehende Busfahrt macht mich nervös, denn ich überquere das erste mal eine asiatische Grenze mit dem Bus und muss mein Visum noch beantragen. Ich habe mir bereits alle möglichen Horrorszenarien vorgestellt (dein Leben ist kein Action Film, Carole!)

7AM, I am sitting alone in a cafe at the Khon Kaen Terminal Bus Station. I don’t know if the coffee in Laos will be as good as in Thailand so I make sure to enjoy every sip. This bus drive is making me a bit nervous as we will cross the border, and have to have our visa done. This is the first time that I will get to cross a border by bus in Asia and somehow I imagine all the worst scenarios in my head and desperately try to stay reasonable about it (your life isn’t an action movie, Carole!)

Ich bin ein Fan des langsamen Reisens. Ich liebe es, die Zeit zu haben zu Reisen. Ich liebe es, einfach nur zu sitzen, besonders nach einem langen Stadtausflug und Zeit für mich zu haben. Ich liebe es, über das was ich erlebt habe nachzudenken, mir alles nochmal vor Augen zu führen und die Zeit zu haben, ich selbst zu sein, mit meinen Geschichten.

I am a slow travel lover! I love to have the time to take my time to travel. I love to be able to just sit for long hours, especially after a citytrip, a retreat, or a travel. I love to be able to just have time to reflect on what I just experienced, have the time to recollect all the good memories, and have the time to just be with myself and my stories.

Schließlich saß ich also im Bus, las ruhig mein Buch und schon bald erreichten wir die Grenze. Als einzige Ausländerin in einem Bus in dem niemand Englisch sprach, entschied ich einfach der Masse zu folgen und so herauszufinden, wo ich meinen thailändischen Ausreisestempel bekommen würde. Einfacher als gedacht! Ich bekam mein Visum in weniger als 30 Minuten und obwohl ich eine der letzten war, die in den Bus zurückkehrte, wartete der Fahrer geduldig auf mich.

So I was on the bus, quietly reading my book and soon enough we got to cross the border. Being the only foreigner on the bus, and with no one speaking English, I figured that I would just follow the mass and see where I should go to get my stamp from the Thai immigration office. A step that could not be easier! I got my visa done in less than 30 minutes, and although I was the last one to get on the bus, the driver had patiently waited for me.

Und dann war ich auch schon in Vientiane, ohne laotische Währung, ohne Dollar, ohne WLAN, ohne einen Plan wo ich die Nacht verbringen würde.

Erste Schritte im neuen Land?

– einen Geldautomat finden
– ein Café mit kostenlosem Internet finden
– ein Hostel finden und nach einem verfügbarem Bett suchen
– das Hostel finden

Alles klappte gut und ich begann mich mit Laos anzufreunden. So entschied ich mir ein Abendessen mit dem Blick auf den Mekong River zu gönnen. I sah hinüber nach Thailand auf der anderen Seite des Flusses und dachte über meinen ersten Monat des Alleinreisens nach.

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Dinner am Mekong Fluss

So here I was, in Vientiane, with no Lao currency, no dollars, no wifi, no place where to spend the night.

First steps?

– find an ATM
– find a cafe with free wifi
– find a hostel, check if there is any available bed
– get to the hostel

Laos my dear, I don’t know you very well but I can feel we will really get along. And in the midst of that feeling, I decided to treat myself with a good diner with a view on the Mekong River. I was watching Thailand from the other side of the Mekong River and reflecting on what had been one month of solo traveling so far…

Am nächsten Morgen stand ich früh auf, denn ich wollte soviel wie möglich von Vientiane sehen, denn bereits am folgenden Tag musste ich weiter nach Vang Vieng reisen. Das wird einfach, dachte ich mir, denn Vientiane ist die kleinste Hauptstadt Asiens.

The next morning I got up early. I wanted to see all there was to see in Vientiane in one day only as I had to take the bus the following day to get to Vang Vieng. This could be easy I thought as Vientiane is actually the smallest capital city in Asia.

Zuerst besuchte ich das National Museum, wo ich mehr über die laotische Geschichte lernte, über die französische Kolonialzeit, den laotischen Bürgerkrieg, den Kommunismus, über die Zerstörung der vielen Tempel und das Laos das meist bombardierte Land während des Vietnamkrieges ist und deswegen den Namen „Land der Millionen Bomben“ trägt (über 270 Millionen Bomben wurden über Laos abgeworfen, von denen 80 Prozent niemals explodierten und noch immer im Dschungel liegen und eine Gefahr für Mensch und Tier darstellen).

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Das National Museum in Vientiane

I first went to the Laos National Museum. I got to learn more about Laos history, about french colonization in Laos, the Lao civil war, communism in Laos, how so many temples had been destroyed, and that Laos was actually the most heavily bombed country per capital in the world hence its name the „land of a million bombs“ (over 270 million cluster bombs were dropped on Laos – of which 80% never exploded and are still lying in the jungle, being a danger to animals and humans).

Anschließend ging es zu den beiden“must-see“ Tempeln, dem Wat Si Saket und dem Wat Ho Phra Keo. Eines der Erben der französischen Kolonialzeit sind eindeutig die zahlreichen Cafés und französischen Bäckereien in der Stadt, sodass ich mich für einen Sandwich und einen guten Cafe zum Mittagessen entschied! Später nahm ich einen Bus, der mich nach einstündiger Fahrtzeit zum Buddha Park brachte, indem es mehr als 200 buddhistische und hinduistische Statuen gibt. Dieser gefiel mir gut und ich bereue den etwas mühsamen Weg keinesfalls. Zurück in der Stadt sah ich schließlich den Sonnenuntergang am That Luang Stupa, dem goldenen Symbol von Laos und der buddhistischen Religion.

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Buddha-Statuen im Wat Si Saket
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Der Buddhapark auch bekannt als Xieng Khuan

Then I went to the two „must-see“ temples: Wat Sisaket and Wat Ho Phra Kaew. As a sign of the French colonization, I couldn’t help but notice the numerous cafés and french bakeries in town and decided that a sandwich and a good cup of coffee would make the perfect lunch for the day! Later on I hopped on a bus for a one-hour-drive to the mystical Buddha Park. A park which contains over 200 buddhist and hindu statues. I loved it and definitely did not regret going all the way there! I got back to the city just in time to contemplate the sun set on That Luang Stupa, the golden symbol of Laos and of the buddhist religion.

Der nächste Morgen startete natürlich mit einem doppelten Espresso. Anschließend machte ich mich auf, auf eine drei-Stunden-Busfahrt ins wunderschöne Vang Vieng…

The next morning began with a very good double espresso (of course). And then there I was, on a three-hour-ride by bus to get there, in beautiful Vang Vieng…

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Mehr über Caroles Reisen findest du auch auf ihrem Facebookblog, Carole’s Travel Notebook

 

Verfasst von

Hi, ich bin Nadine, 19 Jahre und komme aus Köln! Nach einer achtmonatigen Asienreise, befinde ich mich nun auf einem Roadtrip durch Europa, auf der du mich und meinen Hund Gismo auf diesem Blog begleiten kannst. Hier dreht sich alles um die Themen Backpacking, Roadtrips und Reisen mit Hund.

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