Sagada: A place for broken hearts

Dieser Post ist ein Gastbeitrag von Angela Zgraggen, die nach unserem gemeinsamen Aufenthalt in Banaue, weiter ins beschauliche Sagada reiste.

Nach dem schönen Aufenthalt in Banaue, dem Ort inmitten der beeindruckenden Reisterrassen, ging ich noch etwas höher hinauf, in die Bergprovinz Sagada.

Der kleine Ort in den Bergen Nordluzons, wurde durch den Film „That Thing Called Tadhana“ berühmt, in welchem die Protagonisten mit Herzschmerz, nach Sagada reisen. Ich hatte das Gefühl, dass man den Hype dort deutlich spürt, da 99% der Touristen Filipinos sind – zumindest war es Ende September so.

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Sagada

Aus diversen Erzählungen weiß ich aber, dass auch viele ausländische Touristen, den weiten Weg nach Sagada auf sich nehmen. Wenn man schon mal in Banaue ist, ist es eigentlich fast ein „Katzensprung“. Da ich in Banaue beim hilfsbereiten Guesthouse-Betreiber Randy war (Randy’s Brookside Inn), stellte es für mich auch kein Problem dar, den (bzw. einen) Minivan nach Sagada zu finden – von einer Mitfahrerin habe ich z.B. gehört, dass man sie abzocken wollte mit der üblichen Masche „heute fährt kein Minivan/Jeepney nach Sagada“, um dann von ihr den völlig erhöhten Preis, von 3500 Pesos, für einen privaten Van zu verlangen. Zum Glück hat sie den Van, für 300 Pesos pro Person, dann doch noch gefunden.

Ich war eine der ersten im Van und habe wie üblich, circa eine Stunde gewartet, bis der Wagen voll war. Danach dauerte es noch ca. 1,5 Stunden, bis wir in Sagada ankamen. Die Distanz ist eigentlich sehr kurz, da man aber über die kurvenreichen Bergstraßen fährt, benötigt man diese Zeit dennoch.

Sagada ist bekannt dafür, dass man sich hier wunderbar entspannen und das kühlere Klima geniessen kann. Jetzt im Frühherbst war es jedoch tagsüber, sehr warm und kühlte nur in der Nacht ab – jedoch auch nur so viel, dass ein dünner Pulli ausreichte, was ich persönlich bevorzuge, im Gegensatz zu den kalten Temperaturen, im Dezember bis Februar. Als Backpacker hat man schliesslich nicht so viele warme Kleider dabei.

Tatsächlich war Sagada, ein sehr ruhiger Ort. Aktuell etwas zu ruhig, da in der Nebensaison sehr viele Lokalitäten geschlossen waren, was die Auswahl dann ziemlich klein werden lässt. Das aus dem besagten Film berühmte Gaia Café, welches ein vegetarisches Restaurant ist und auch bei den Bewertungsportalen hochgelobt wird, konnte ich deshalb zum Beispiel leider nicht besuchen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass Sagada im Vergleich zu Banaue, mehr auf Touristen ausgerichtet ist, so gibt es einige Restaurants mit Western Food. Auch sehr bekannt ist das selbstgemachte Joghurt, im Yoghurt House oder im Strawberry Cafe.

Was macht man sonst in Sagada, außer Ruhe zu tanken und Joghurt zu essen? Wenn man ankommt, muss man sich zuerst beim Tourist Office registrieren und eine Gebühr von 35 Pesos bezahlen. Die Quittung muss man behalten und bei allen Sehenswürdigkeiten vorzeigen. Man erhält dort gleich eine Karte, mit den verfügbaren Touren und den Preisen dazu. Was sich wohl alle Touristen anschauen in Sagada, sind die Hanging Coffins, also hängende Särge, welche du auf dem Beitragsbild dieses Artikels sehen kannst. Mit der empfehlenswerten Echo Valley Tour, die ich auch gebucht hatte, kommt man an einer guten und viel fotografierten Stelle, mit hängenden Särgen vorbei (Kosten für den Guide: 1000 Pesos).

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Höhle auf der Echo Valley Tour

Es ist etwas eigenartig, dass Friedhöfe eine Touristenattraktion sind. Das Besondere daran ist eben, dass die Toten nach einer alten Tradition nicht unter der Erde, sondern an Felswänden hängend begraben wurden. Grund dafür war, gemäß unserem Guide, dass die Toten nicht unter, sondern über der Erde beerdigt werden sollten, wo man im Leben auch war. Zudem gibt es noch spirituelle Erklärungen, zum Beispiel dass die Seele so frei aus dem Körper gehen kann und unter der Erde nicht. In den Särgen wurden sie zusätzlich in die Embryo-Position gelegt, um die Welt in der gleichen Position zu verlassen, die man bei der Geburt hatte. Was alles genau hinter dieser Tradition steckt, können wir wohl nicht mehr genau nachvollziehen.

Bei der Echo Valley Tour geht es danach weiter, durch eine schöne Flusslandschaft, bei der man eine Strecke auch IM Fluss watet (also am besten wassertaugliche, rutschfeste Schuhe mitnehmen!) und einen Teil durch Höhlen. Fast am Ende der Tour, erreicht man einen kleinen Wasserfall, an dem man entspannen und wenn gewünscht, baden kann.

Was in Sagada auch Pflicht ist, ist eine Höhlentour. Normalerweise macht man die Cave connection, bei der man, wie der Name schon sagt, in der einen Höhle startet und nach drei bis vier Stunden, in der anderen rauskommt (Kosten für den Guide: 1000 Pesos). Sagada hat sehr beeindruckende Höhlen und eine solche Tour ist auf jeden Fall ein Erlebnis – sie sollte aber niemals ohne Guide unternommen werden, da man eine gute Lampe braucht und natürlich auch jemanden, der sich auskennt. Gerade beim Einstieg kann das Ganze, eine sehr rutschige Angelegenheit sein.

Ich habe die kleine Tour gewählt, bei welcher man nur in der Sumaguing Höhle ist und die engen Durchgänge nicht passiert (Kosten für den Guide: 500 Pesos). Falls jemand also Platzangst hat oder sich mit der anspruchsvolleren Tour einfach nicht so wohl fühlt, ist die kurze Tour eine gute Möglichkeit, um trotzdem einen Eindruck zu erhalten. PS: Auch bei dieser Tour ist es empfehlenswert, gute wasserfeste Schuhe zu haben. Falls man das nicht hat – sondern wie ich nur Gummi-Flipflops ohne Profil – kann man den rutschigen Teil, mit geschlossenen Trekkingschuhen machen und den nassen Teil einfach barfuss. Barfuss ist rutschfest.

Etwas sehr eklig, sind die Fledermaus-Exkremente, die beim Ein- und Ausstieg überall an den Wänden, gemischt mit Wasser verteilt kleben und leider muss man sich daran fest halten. Beim gegenüberliegenden Souvenir Shop kann man sich, zum Glück, nach dem Ausstieg für 10 Pesos (clever) die Hände waschen.

Weiter kann man in Sagada schöne Wanderungen unternehmen, zum Beispiel soll die Wanderung zum Bomod-ok Wasserfall sehr lohnenswert sein. Für mich war das Sightseeing damit aber abgeschlossen.

Eine Kurzwanderung ohne Guide, kann man selbst zum Lake Danum unternehmen, was ich gleich nach meiner Ankunft getan habe. In der Trockenzeit färbt sich seine Farbe angeblich orange und zusätzlich ist oben ein guter Platz, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Jetzt in der Regenzeit, war der See jedoch nicht wirklich spektakulär, da er sehr klein ist und die normale Farbe hat.

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Lake Danum

Der Rückweg von Sagada, führt zwingend über Bontoc, wieder nach Banaue. Nach Bontoc kostete mich das Jeepney 50 Pesos.

Die Kosten für meine Unterkunft, lagen bei 300 Pesos pro Nacht. Ich war im Isabelo’s Inn, das gleich gegenüber von der Tourist Information liegt. Trotz dem etwas desinteressierten Besitzers kann ich die Unterkunft aufgrund des guten Preis /Leistungsverhältnis empfehlen.

Was hältst du von der Idee der hängenden Särge? Schreib doch in die Kommentare.

Verfasst von

Hi, ich bin Nadine, 19 Jahre und komme aus Köln! Nach einer achtmonatigen Asienreise, befinde ich mich nun auf einem Roadtrip durch Europa, auf der du mich und meinen Hund Gismo auf diesem Blog begleiten kannst. Hier dreht sich alles um die Themen Backpacking, Roadtrips und Reisen mit Hund.

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