Südtirol mit Hund bereisen

Als nördlichste Provinz Italiens, zeichnet sich Südtirol durch seine außergewöhnliche Lage inmitten der Landschaft der Ostalpen, die einzigartige von mehreren Ländern geprägte Regionalkultur und die vielen Nationalparks, Wälder, Täler, Bergseen und Flüsse aus, die es gleichzeitig zu einer der landschaftlich schönsten Regionen des Landes machen.

Reiseinformationen 

Südtirol zählt zu einer der größten und wohlhabendsten Provinzen Italiens und hat weitreichenden Autonomiestatus. Bis 1919 gehörte es völkerrechtlich zusammen mit Nord- und Osttirol, zum Habsburgerreiches. Auch heute noch besteht die Bevölkerung aus 62% deutschsprachigen, 23% italienischsprachigen und nur 4% ladinischsprachigen Einwohnern.

Im Norden und Osten grenzt Südtirol an Österreich, im Westen an die Schweiz und im Süden an die italienischen Provinzen Sondrio, Trentino und Belluno. 80% der Fläche ist als gebirgig einzustufen und nur 6% Südtirols sind überhaupt besiedelt.

Das Wetter in Südtirol ist aufgrund der abgeschirmten Lage durch die Alpen, insbesondere der Dolomiten, relativ niederschlagsarm und geschützt vor Kälteströmungen aus dem Norden, sowie feuchtwarmen Tiefdruckgebieten aus dem Mittelmeerraum. Mit bis zu 300 Sonnentagen im Jahr, ist die Provinz ganzjährig gut zu bereisen. Zwischen Mai und Oktober herrschen große regionale Temperaturunterschiede. Im Herbst zieht die Weinernte viele Besucher nach Norditalien, schließlich werden in Südtirol einige der besten Weine des Landes hergestellt, jährlich bis zu 40.000.000 Flaschen. In den Monaten November bis April macht die hohe Schneesicherheit Südtirol zu einem beliebten Ziel bei Wintersportlern.

Einreise mit Hund

Besonders für Reisende mit Hund eignet sich die Anreise mit eigenem Fahrzeug. Von Norden kommend führt die Brennerautobahn durch das Etschtal nach Südtirol. Beachte, dass die italienischen Autobahnen häufig mautpflichtig sind und du in Österreich zudem eine Vignette benötigst.

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Südtirol habe ich bereits mehrmals mit meinem Hund Gismo bereist

Notwendig für die Einreise mit Hund nach Italien ist der EU-Heimtierausweis, mit eingetragener Mikrochip-Kennzeichnung und gültiger Tollwutimpfung (mindestens 21 Tage alt). Welpen dürfen erst ab einem Alter von 15 Wochen einreisen.

In Italien herrscht in den öffentlichen Verkehrsmitteln außerdem ein Maulkorb- und Leinenzwang. Nach meinen Erfahrungen werden Hunde in den meisten Restaurants und Cafés geduldet, besonders wenn diese über eine Terrasse oder einen Garten verfügen. Im Gegensatz zur Toskana, erlauben die Hotels in Südtirol häufig die Mitnahme von Haustieren, ansonsten kannst du dich auch für ein Apartment bzw. eine Ferienwohnung entscheiden. Beachte jedoch, dass Südtirol ein sehr beliebtes Reiseziel ist und du dich früh genug um eine Unterkunft kümmern solltest.

Südtirol mit Hund

In Südtirol sind Hunde vielerorts willkommen und die einzigartigen Landschaften der Ostalpen eignen sich hervorragend für anspruchsvolle Höhenwanderungen an der frischen Bergluft, entspannte Spaziergänge entlang saftiger Wiesen und Abkühlungen in den klaren Bergseen.

In der Region gibt es insgesamt acht große Naturschutzgebiete mit eindrucksvollen Gebirgen, zwischen denen Täler, Flüsse, Seen und Wälder liegen. Besonders eindrucksvoll ist das UNESCO-Weltnaturerbe der Dolomiten, die Seiser Alm, die größte Hochalm Europas, der Pragser Wildsee, ein Bergsee auf 1494 Meter Höhe und der Karersee, ein weiterer Bergsee in wunderschönen Regenbogentönen.

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Mein Hund Gismo beim Sprung in den großen Montiggler See

Mein persönliches Highlight in Südtirol sind jedoch die Montiggler Seen, die zwischen ausgedehnten Misch- und Kieferwäldern in der Gemeinde Eppan liegen und auch auf einer bequemen Wanderung vom Kalterer See gut zu erreichen sind. Beide Seen eignen sich hervorragend zum gemeinsamen Schwimmen mit Hund, verfügen über klares Wasser und ruhige Uferbuchten.

Sehenswürdigkeiten ohne Vierbeiner

Besonders im Hochsommer fühlen sich Vierbeiner in den heißen, gut gefüllten Innenstädten Bozens oder Merans selten wohl. In einige Museen, Ausstellungen und Geschäften ist die Mitnahme von Haustieren außerdem nicht gestattet. Auch zu den Gärten von Schloss Trauttmansdorf und zum Ufer des Kalterer Sees haben Hunde keinen Zugang. Daher ist es besonders an Tagen mit vielen Sightseeing häufig besser, die Hunde wenn möglich im Hotelzimmer oder Apartment zu lassen.

Kaltern an der Weinstraße

Kaltern ist einer der schönsten Weinorte Südtirols, entlang der legendären Straße, die eingebettet zwischen Weinbergen- und Feldern liegt. Hier liegt der größte natürliche Badesee Südtirols und gleichzeitig der wärmste der Alpen, der Kalterer See, der jedoch für Hunde nicht zugänglich ist.

Außerdem kannst du mit der Seilbahn von St. Anton hinauf zum Mendelpass fahren. Hierbei kann dich auch dein Vierbeiner begleiten.

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Aussicht von der Mendelbahn auf 1364 Meter Höhe

Die Region zeichnet sich durch ihre hervorragenden Sportmöglichkeiten, insbesondere Klettern, Wandern, Radfahren und Schwimmen aus, den außergewöhnlichen kulinarischen Genuss, den du in einem der vielen lokalen Restaurants erleben kannst und den hohen Erholungswert der Natur. Zu einem meiner Lieblingsrestaurants zählt die Pizzeria Geier, die direkt am Kalterer See gelegen ist.

Bozen

Die Hauptstadt der Provinz Bozen, ist neben Meran eine der größten und dichtbesiedeltsten Städte der Region. Sie liegt in einem Tal inmitten hügeliger Weinberge nahe der Dolomiten und verzaubert seine Besucher mit einer Altstadt im mittelalterlichen Flair und einigen geschichtsträchtigen Gebäuden.

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Die Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt

Im Stadtzentrum befindet sich das Archäologiemuseum mit der Hauptattraktion, dem „Ötzi“, einer 5300 Jahre alten mumifizierte Leiche eines Mannes. Der Ötzi ist damit die älteste bekannte natürliche menschliche Mumie und wurde ursprünglich 1991 in den Ötztaler Alpen gefunden. Außerdem laden zahlreiche Cafés und Restaurants rund um den bekannten Waltherplatz, dem gesellschaftlichen und kulturellen Zentrum der Stadt, zu lokalen Speisen ein.

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff

Am östlichen Stadtrand Merans liegen die Gärten von Schloss Trauttmansdorff. Die Gärten erstrecken sich auf einer Fläche von über 12 Hektar mit Höhenunterschieden von bis zu 100 Metern. Sie bestehen aus eindrucksvollen Themengärten mit über 80 Gartenlandschaften aus aller Welt, aufwendig gestalteten Künstlerpavillons und einer spektakulären Aussichtsplattform. An Bekanntheit haben die Gärten des Schlosses Trauttmansdorff, durch den mehrmonatigen Kuraufenthalt der österreichischen Kaiserin Sissi 1870, gewonnen.

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Verfasst von

Hi, ich bin Nadine, 22 Jahre alt und ursprünglich aus Köln. Seit einer achtmonatigen Soloreise durch Asien nach dem Abitur hat mich das Reisefieber gepackt. Vor zwei Jahren kaufte ich mir meinen 41 Jahre alten VW-Bus "Henry" mit dem ich seither quer durch Europa bis nach Marokko reiste. Begleitet werde ich dabei von meinem Hund Gismo. Im September steht die nächste Reise nach Slowenien und Kroatien an.

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