Mit dem VW-Bus nach Turda: Salzminen und Cheile Turzii

Der erste Blogartikel über meine Zeit in Rumänien widmet sich der Stadt Turda im Norden des Landes. Turda liegt im siebenbürgischen Teil Rumäniens, etwa 30 Kilometer südöstlich von Cluj-Napoca. Die Stadt ist bekannt für die beeindruckenden aber bizarren Salzminen, wunderschönen Wanderwege durch die nahegelegene Schluchten und die gut erhaltenen reformierten Kirchen- und Kirchenburgen.

Reiseinformationen

Multitaxe und Reisebusse verkehren in regelmäßigen Abstand zwischen Rumäniens größeren Städten, Cluj-Napoca, Sibiu oder Bukarest und Turda. Wer mit eigenem Fahrzeug anreist, findet im Gegensatz zu den anderen rumänischen Städten in Turda fast immer einen zentrumsnahen Parkplatz, die Parkgebühren (1 Lei pro halbe Stunde) werden per SMS bezahlt.

In Turda gibt es einige Unterkünfte und Hotels, wie in ganz Rumänien ist auch das Freistehen mit dem Wohnmobil außerhalb des Zentrums kein Problem. Ich verbrachte eine Nacht am Rande der Cheile Turzii, im Schatten mächtiger Tannen.

Salzminen von Turda

Das frühere Salzbergwerk am Rande der Stadt, fungiert heute als Museum und unterirdischer Freizeitpark. Bis ins Jahre 1932 wurde in dem Bergwerk Salz abgebaut, wobei die ersten Dokumente auf das Jahr 1271 zurückgehen. Restaurationsarbeiten begannen im Jahre 2008 und nur zwei Jahre später wurde die Salina Turda dann für Besucher geöffnet.

In der Theresa Mine befindet sich ein großer unterirdischer See, auf dem du Boot fahren und die 90 Meter hohe Decke bestaunen kannst

Die Salzminen zählen heute zu einer der bekanntesten und wichtigsten Touristenattraktionen Rumäniens. Durch einen 900 Meter langen Höhlenkorridor gelangst du zu den verschiedenen Minen und Räumen; der Iosif Mine, dem Crivacului Raum, der Rudolf Mine mit der beeindruckenden Holztreppe und der Theresa Mine. Aufgrund der ganzjährig niedrigen Temperaturen von 10 bis 12 Grad im Inneren der Salzminen, solltest du unbedingt genügend warme Kleidung dabei haben. Auffällig ist außerdem die unglaublich klare und saubere Luft im Bergwerk, die bei Asthma und Allergien helfen soll.

Die Salzminen von Turda haben ganzjährig täglich von 9-18 Uhr geöffnet, der Eintrittspreis für Erwachsene liegt bei 50 Lei, für Schüler bzw. Studenten und Rentner gibt es eine Ermäßigung und Tickets kosten nur 30 Lei. Weitere Informationen zu deinem Besuch in dem ehemaligen Salzbergwerk findest du auf der offiziellen Webseite; salinaturda.eu.

Cheile Turzii

Acht Kilometer außerhalb der Stadt liegt die gleichnamige Schlucht (Cheile Turzii). Du kannst die Schlucht mit einem Bus von Turda nach Cheia erreichen (4 Lei, 30 Minuten) oder alternativ mit eigenem Fahrzeug anreisen. Fahre den letzten Kilometer bis zum Beginn der Schlucht keinesfalls bei schlechten Wetterbedingungen, die Straße ist sehr steil und wird bei Schnee weder geräumt noch gestreut.

Die Rückseite der Cheile Turzii
Wildcampen geht in kaum einem europäischen Land so gut wie in Rumänien- hier am Flussufer des Pârâul Valea Racilor in der Tureni Schlucht

In der Hochsaison (Mai bis September) musst du eine geringe Gebühr für den Eintritt in die Schlucht zahlen (4 Lei Erwachsene, 2 Lei Kinder), außerdem sind die vielen Buden und Restaurants rund um den Parkplatz für Besucher geöffnet. Während meiner Reise im April wirkte sowohl die Schlucht selbst als auch ihr Umland wie ausgestorben.

Die Turda Schlucht ist etwa drei Kilometer lang und liegt zwischen 300 Meter hohen Felswänden. Für die Durchquerung benötigst du in etwa anderthalb Stunden. Achte definitiv auf gutes Schuhwerk, denn an regnerischen Tagen wird der felsige Wanderweg oftmals sehr rutschig. Durch die Schlucht führt ein kleiner Fluss, was besonders meinen Hund Gismo sehr gefreut hat.

Ich übernachtete in der nahegelegenen aber ruhigeren Tureni Schlucht, die ebenfalls einige spektakuläre Wanderwege und Klettersteige bietet.

Dealul Viilor-Cetăţii

Innerhalb der Stadt befinden sich außerdem die Ruinen einer ehemaligen römischen Festung, die heute unter Denkmalschutz stehen. Die Festungsanlagen gehen zurück auf das 2.- oder 3. Jahrhundert und gelten heute als ein wichtiges historisches Überbleibsel.

Teile der alten römischen Festungsmauern

Am besten parkst du dein Fahrzeug bereits auf der Strada Ion I. Russu, denn die zu den Ruinen führende Strada Castrului Roman ist ein steiler, holpriger Schotterweg. Die Ruinen selbst befinden sich auf einer freistehenden großen Wiese, ohne jegliche Informationsschilder oder Hinweise. Wie so oft beim Reisen in Rumänien erfordert es ein wenig Geschick und Kreativität, sich an einem neuen Ort zurechtzufinden.

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Verfasst von

Hi, ich bin Nadine, 23 Jahre alt und komme ursprünglich aus Köln. Seit einer achtmonatigen Soloreise durch Asien nach dem Abitur hat mich das Reisefieber gepackt. Vor drei Jahren kaufte ich mir meinen 42 Jahre alten VW-Bus "Henry" mit dem ich seither quer durch Europa bis nach Marokko und Russland reiste. Begleitet werde ich dabei von meinem Hund Gismo. Im Augenblick befinde ich mich im Praxissemester in Transilvanien.

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