Barcelona mit Hund bereisen

Zu einer meiner absoluten Lieblingsstädte in Europa zählt Barcelona. Die weiten Mittelmeerstrände, die vielen grünen Stadtparks, sowie die Vielzahl an freundlichen spanischen Hundebesitzern machen Barcelona außerdem zu einer der hundefreundlichsten Städte des Landes.

 

Unterwegs in Barcelona

Barcelona liegt im Nordwesten Spaniens und ist als Hauptstadt der Provinz Katalonien, zweitgrößte Stadt des Landes und mit einer beeindruckenden Sammlung von Architektur und Kunstwerken eine der wichtigsten Kreativmetropolen. Das angenehme mediterrane Klima machen Barcelona außerdem das ganze Jahr über zu einem attraktiven Reiseziel. Da es in den Sommermonaten sehr heiß werden kann und in dieser Zeit häufig nur wenig Niederschlag fällt, empfiehlt es sich, eine Reise mit Hund eher in den Herbst- oder Frühlingsmonaten zu unternehmen.

Die katalanische Lebensfreude ist überall in der Stadt spürbar, mit Ausnahme des Straßenverkehrs. Da Hundebesitzer jedoch häufig mit eigenem Fahrzeug unterwegs sind, sollte man sich auf lange Staus rund um die Stadt, besonders zu den Hauptverkehrszeiten, dreiste Raser und eine schwierige Parkplatzsuche vorbereiten. Meist findet sich aber in einer Tiefgarage noch ein Stellplatz und innerhalb der Stadt kannst du dich bequem zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen.

Mit Hund durch Barcelona

Hunde in öffentlichen Verkehrsmitteln

Für Reisende ohne Hund lohnt sich der Kauf eines Mehrtagesticket, mit dem du kostenlos alle Metros, Busse und Straßenbahnen nutzen kannst. Hierbei hast du die Wahl zwischen dem T-casual Ticket oder die Hola BCN-Karte. Beide sind an jeder größeren Metrostation erhältlich.

 

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Wichtig bei Stadtbesuchen mit Hund ist auch die Mitnahme von genügend Trinkwasser

Das Mitführen von Hunde ist seit dem 1. Oktober 2014 in öffentlichen Verkehrsmitteln außerhalb der Stoßzeiten erlaubt. Ausgenommen davon sind Busse. Die Hunde müssen angeleint sein und einen Maulkorb tragen, ähnlich wie in Italien (Ausnahme: Blinden- und Behindertenhunde). Eine coole Alternative sind die auf die Mitnahme von Hunden spezialisierten Taxi-Firmen, z.B. Chofermasocitas oder Dogcar.

Tierfreundliche Restaurants

Eine ausführliche Liste mit hundefreundlichen Restaurants und Cafés in Barcelona findest du auf Barcelonafoodexperience.com. Während meiner Reisen durch südliche Länder wie Italien, Spanien, Portugal und Marokko, war mein Hund Gismo in vielen Lokalen kein Problem. Besonders wenn ein Restaurant über eine Terrasse verfügt, ist die Mitnahme von Vierbeiner eigentlich immer gestattet, ansonsten lohnt es sich einfach mal höflich nachzufragen.

Aktivitäten für den Hund

Schöne Stadtparks, wie der Parc de la Ciutadella (der größte Stadtpark Europas), der Parc de Collserola und der beeindruckende Park Güell, laden zu ausgiebigen Spaziergängen ein. Außerdem gibt es in Barcelona 100 extra für Hunde geschaffene, umzäunte Spielflächen, die sogenannten „Pipicans.“ Hier dürfen Hunde frei laufen, spielen und oftmals gibt es auch freie Trinkmöglichkeiten.

 

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Die Pipicans sind beliebte Treffpunkte von Hundebesitzern

Während der heißen Sommermonate sorgt das Resort Canine Can Jane mit seinem Hundeschwimmbad für die nötige Abkühlung. Die Stadtstrände sind von Anfang Mai bis Ende Oktober offiziell für Hunde gesperrt, am frühen Morgen und am Abend treffen sich hier jedoch trotzdem die Hundebesitzer. Der einzige ganzjährig geöffnete Hundestrand in Barcelona ist der Platja de Llevant. Außerhalb Barcelonas gibt es weitere tierfreundliche Strände.

Auf der Webseite Sr. Perro findest du übrigens alle hundefreundlichen Strände, Restaurants, Campingplätze, Ausflugsziele etc. auf einen Blick.

Sehenswürdigkeiten: Top 5

Die meisten Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem zu Fuß erreichen. Dabei kannst du immer wieder an Parks, Pipicans oder Stränden anhalten, damit dein Hund sich austoben kann. Gismo nehme ich auf Stadtbesuche wirklich nur mit, wenn es absolut nicht anders geht, da die Menschenmengen, der Lärm, das Verkehrschaos und die vielen fremden Gerüche viel Stress für die Tiere bedeuten.

Basilika Sagrada Família

Die Basilika Sagrada Família ist die Hauptattraktion und das Wahrzeichen Barcelonas und der Magnet für alle Stadtbesucher. Der Bau der Kirche begann 1882 unter Leitung von Antoni Gaudí und ist bis heute nicht beendet. Eigentlich soll die Basilika bis zu Gaudís 100. Todestag im Jahre 2026 fertiggestellt sein.

 

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Nach 138 Jahren Bauzeit gehören die Baukräne und Baustellenabsperrungen fast zum Anblick dazu

Während der Hochsaison lohnt es, Tickets im Voraus zu bestellen, da es sonst häufig zu langen Wartezeiten kommt.

Park Güell

Als UNESCO-Weltkulturerbe und ehemaliger Wohnort Gaudís, zählt der Park Güell mit seinen beeindruckenden, bunten Mosaiken zu einer der wichtigsten kulturellen Stätten Barcelonas. Am Eingang des Parks stehen einige Häuser mit auffälligen Zuckergussdächern, die weiter zum zentralen Terassenplatz führen, dem Treffpunkt der Besucher, Straßenkünstler, Musiker und Maler.

 

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Die Zuckergusshäusschen des Park Güells

Anlehnend an Gaudís Vision, eine englische Gartensiedlung auf dem Hügel Barcelonas zu errichten, schreibt sich der Park Güell mit k, statt wie im Spanischen üblich mit c.

Kathedrale von Barcelona

Die über 700 Jahre alte Kathedrale von Barcelona ist im gotischen Stil erbaut und der zentrale Kirchturm ist durch seine 70 Meter Höhe von fast überall in der Stadt zu sehen. Vormittags finden regelmäßige Gottesdienste statt, ab Nachmittag musst du Eintritt zahlen, um die Kirche besuchen zu dürfen.

 

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Die Kathedrale von Barcelona ist übrigens der Heiligen Eulalia gewidmet

Altstadtbummel

Die Altstadt Barcelonas, die „Ciutat Vella“, besteht aus den vier Stadtteilen Raval (dem Altstadtviertel der Einwanderer), dem Barri Gòtic (dem gotischen Viertel), dem Sant Pere, Santa Caterina i la Ribera und Barceloneta. Nimm dir Zeit, einfach mal entspannt durch die altmodischen Gassen zu bummeln und die besondere Atmosphäre zu genießen. Falls du mal ohne Hund unterwegs bist, empfehle ich dir einen Besuch der beliebten Flaniermeile La Rambla, die den Alten Hafen mit dem Plaça de Catalunya verbindet, auf der es eine Vielzahl von Geschäften, Boutiquen, Restaurants, Cafés und hervorragenden Tapas-Bars gibt.

Stadtstrände

Die Stadtstrände sind besonders in den Sommermonaten häufig voller Menschen. An den Promenaden reihen sich Restaurants, Cafés und Bars aneinander und auf den Gehwegen sind Fußgänger, Fahrradfahrer und Skater unterwegs. Nach einem langen Sightseeingtag gibt es nichts schöneres, als den Blick aufs Meer bei einem kühlen Estrella Damm, dem Stadtbier Barcelonas, zu genießen.

Besonders in Innenstadt- aber auch in Strandnähe solltest du zwischen den Menschenmassen besonders gut auf deine Wertsachen achtgeben, denn Barcelona ist bekannt für seine dreisten Taschendiebe.

Fazit

Auch wenn der Straßenverkehr rund um Barcelona ziemlich gewöhnungsbedürftig ist, lohnt sich ein Besuch der Stadt. Achte besonders bei Städtetouren mit Hund auf genügend Ruhepausen, Ausgleichzeiten in Parks, auf Freilaufflächen oder an den Stränden, von denen gibt es rund um Barcelona ja zum Glück genug.

Verfasst von

Hi, ich bin Nadine, 22 Jahre alt und ursprünglich aus Köln. Seit einer achtmonatigen Soloreise durch Asien nach dem Abitur hat mich das Reisefieber gepackt. Vor zwei Jahren kaufte ich mir meinen 41 Jahre alten VW-Bus "Henry" mit dem ich seitdem quer durch Europa bis nach Marokko reiste. Begleitet werde ich dabei von meinem Hund Gismo. Im Mai steht der nächste Roadtrip nach Tschechien an.

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