Apo Island: Die magische Schildkröteninsel

Meine philippinische Lieblingsinsel und ein Geheimtipp unter allen Reisenden, ist Apo Island. Ich habe diese Insel als „Schildkröteninsel“ in mein Reisetagebuch eingetragen und in diesem Blogartikel erfährst du warum.

 

Was soll ich sagen? Apo Island ist ein magischer Ort, auf dem ich Gefühlsschwankungen der absurdesten Art erlebte und zum Schluss doch so glücklich war, wie ich es vor der Reise nie erwartet hätte.

Wer oder was ist Apo Island?

Apo ist eine gerade mal 72 ha große Insel im pazifischen Ozean, welche bekannt ist für das unglaubliche Apo Reef, einem Riff das Tauchspots der besonderen Art bietet. Ich war (Mal wieder) total gerädert, als ich auf Apo ankam und ließ mich nur widerwillig zu einem Tauchgang für den nächsten Tag überreden.

Die Entscheidung für diesen Tauchgang war, nach der Entscheidung länger auf den Philippinen zu bleiben, die beste in den letzten paar Wochen!

Wie kommt man nach Apo Island?

Die Anreise nach Apo ist leider deutlich teurer, als die nach Malapascua. Ich bin von Tagbilaran gestartet und habe eine Fähre nach Dumaguete genommen, von da aus bin ich mit dem Bus nach Malatapay gefahren, von wo aus es circa zehn Minuten Fußmarsch zum Pier sind.

Die Fähre nach Dumaguete schien schon bessere Tage gesehen zu haben, denn im Laufe der Fahrt floss immer mehr Wasser in den Fußraum, sodass ich anschließend mit zwei triefenden Rucksäcken weiterzog.

Das Boot nach Apo Island war so klein, dass ich mir mehrmals absolut sicher war, wir würden bei dem starken Wellengang kentern, aber irgendwie haben wir es bis auf die grüne Insel Apo geschafft. Die Wellen waren jedoch so hoch, dass wir auf der Rückseite der Insel anlegen mussten, doch eine nette ältere philippinische Dame hat mich quer über die Insel zu dem Hostel einer Bekannten geführt.

Die passende Unterkunft finden

Ich musste also nicht lange nach einer Unterkunft suchen, denn die Dame führte mich zu Mario’s Homestay, einer absolut empfehlenswerten, preiswerten Unterkunft. Zum wiederholten Male war ich der einzige Gast im Dorm-Room.

Auf der Insel machte ich meine erste Erfahrungen mit den authentischen philippinischen Toiletten und niemals in meinem Leben zuvor, war ich so froh, ein Moskitonetz über meinem Bett zu haben, denn es gab eine Unmenge, wirklich eine Unmenge an aggressiven Moskitos, die mich alle zu lieben schienen.

Essen und Trinken 

Apo Island ist wie gesagt winzig und verfügt daher nicht über viele Restaurants. Man isst üblich in dem Hostel, Hotel oder Beach Resort, in dem man wohnt und das habe ich auch getan. Außerdem gibt es für Touristen eine Ausgangssperre von 22 Uhr, um den Einheimischen mehr Privatsphäre zu ermöglichen, ich habe mich nicht daran gehalten und niemand hat was gesagt. Allerdings bin ich auch ein sehr angenehmer Tourist, würde ich jetzt einfach Mal von mir behaupten, habe keinen Müll liegen gelassen oder Lärm gemacht.

Die Damen meines Hostels haben sehr gut für mich gekocht, wenn auch die Portionen, wie üblich in diesem Land, für meine Verhältnisse immer etwas zu klein waren.

Aktivitäten

Tauchen und Schnorcheln! Die meisten Besucher kommen nur für ein paar Stunden am Morgen in einer geführten Gruppe nach Apo Island, sodass es den Rest des Tages sehr ruhig auf der Insel ist. Ich empfehle dir jedoch, wenn du die Möglichkeit dazu hast, mindestens eine Nacht auf dieser Insel zu bleiben, denn so kannst du deinen Aufenthalt viel mehr genießen, erlebst mehr von dem authentischen, philippinischen Leben und zudem ist es günstiger.

Mein Tauchgang war der Wahnsinn und ich habe so viele Tiere gesehen, wie noch nie zuvor. Das Apo Riff; Korallen, Höhlen, Fischschwärme, exotische Fische, Oktopuse, aber vor allem die unzähligen Schildkröten.

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Schildkröte am Apo Reef

Am besten ist es, die Insel Morgens kurz nach Sonnenaufgang zu besuchen, denn da ist der Wellengang noch nicht so stark und Schnorcheln fällt deutlich leichter. Natürlich kann man auch am Rest des Tages noch ins Wasser gehen, aber es ist deutlich angenehmer, wenn man nicht dauernd Wasser in den Schnorchel bekommt und abgetrieben wird.

Für einen bestimmten gekennzeichneten Bereich, ist es notwendig, einen Guide für 300 Pesos zu mieten, dass ist aber eher was für die Leute, die die Insel nur für einen Tag besuchen und keine Zeit haben, sie auf eigene Faust zu erkunden.

Gesamtkosten auf einen Blick

Die Kosten für die Fähren sind auf den Philippinen leider recht hoch, so kostete auch das Boot nach Apo Island 600 Pesos. Günstig war dagegen mein Tauchgang, der gerade einmal 1300 Pesos, 25 Euro, kostete, deutlich billiger als in den meisten anderen südostasiatischen Ländern. Insgesamt gab ich also in drei Tagen auf Apo Island für den Transport, die Unterkunft und Tauchen 3690 Pesos, sprich 67 Euro, aus.

 

 

Und was war da jetzt mit den Gefühlsschwankungen?

Ja… Jeder hat diese Tage, diese Momente im Leben, wo man nichts wirklich mit sich anzufangen weiß. Wo einen die Emotionen überrollen und man gar nicht so wirklich weiß, was eigentlich das Problem ist, aber alles erscheint plötzlich unlösbar und alle scheinen sich gegen einen verschworen zu haben. Ich fühlte mich an diesem Tag auf Apo Island so einsam, überfordert mit dieser Reise und absolut verzweifelt.

Nun, ist das Leben aber zu kurz, um es mit Weinen zu verbringen, dachte sich einer der Straßenhunde und sprang zu mir auf den Felsen, von wo aus ich heulend den Sonnenuntergang beobachtete und mich in Selbstmitleid badete. Wir blieben nicht lange alleine, denn einige weitere Hunde und lachende Kinder, gesellten sich zu uns.

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Tiere geben einem so viel mehr, als man in Worte ausdrücken könnte.

 

So blieb ich den ganzen Abend am Strand sitzen und wurde mit dem atemberaubendsten Sternenhimmel belohnt, den ich jemals gesehen habe. Leider war ich noch nie gut darin Sterne zu fotografieren oder richtig zu benennen, jedoch kann ich dir soviel sagen, dieser Sternenhimmel war das Besonderste, was ich jemals gesehen habe. Er war so klar, ich konnte die Milchstraße und so viele Sterne, wie noch nie zuvor sehen. Der Abend endete damit, dass mir eine Krabbe von der Größe eines Boxhandschuhs in den Schoß sprang.

Wie man einen Ort wahrnimmt, ist natürlich immer individuell und hängt von vielen Faktoren ab, wie den Menschen, den Tieren, dem Essen, dem Wetter und nicht minder wichtig, der eigenen Verfassung. Ich habe auf der Schildkröteninsel wieder Kraft geschöpft, Kraft für die Abenteuer die noch folgen sollten und noch folgen werden und genau deshalb, ist Apo ein magischer Ort! Naja, zumindest für mich. 🐢

 

Ich entschuldige mich offiziell dafür, dass meine Blogartikel zum Großteil von Tieren handeln, aber diese begleiten mich auf meiner Reise mehr als ich es erwartet hätte. Danke, dass du dir die Zeit für diesen Artikel und meinen Blog nimmst und ich freue mich über jeden netten Kommentar.

 

Veröffentlicht von

Hi, ich bin Nadine, 19 Jahre und komme aus Köln! Im September 2016 bin ich auf Weltreise gestartet, auf der du mich auf meinem Blog begleiten kannst. Hier dreht sich alles um die Themen Backpacking, Tauchen und tierfreundliches Reisen.

6 thoughts on “Apo Island: Die magische Schildkröteninsel

  1. Hallo Nadine
    Ich bewundere immer mehr deinen Mut so eine Reise allein zu machen. Ich glaube, ich wäre spätestens bei dem (laut deiner Erzählung) nicht gerade sicherem Boot wieder verzweifelt. Hut ab!
    Schade, dass du kein Bild vom Sternenhimmel hast, denn gerade auf einer dunklen Insel in der Nähe des Äquators gibt es so viel zu sehen😭
    Freue mich schon auf weitere interessante Blog Artikel

    Pascal

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    1. Hey Pascal,

      danke für deinen lieben Kommentar. Ich arbeite an meinen Fotografie-Künsten, um spätestens in Afrika bereit zu sein, den Sternenhimmel zu fotografieren.
      Ehrlich gesagt, musste ich an dem Abend daran denken, wie oft du mir die Namen irgendwelcher Sterne und Planten genannt hast und wie oft ich sie direkt wieder vergessen habe 😀

      Alles Liebe

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  2. Ach Hase, du wirst noch ganz viele tolle Fotos von einem unglaublich schönen Sternenhimmel machen können … und wenn du zwischendurch mal wieder so ein kleines Tief durchlebst, dann weißt du ja jetzt, was und wer dich trösten kann 🙂

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