Happy Birthday Horseshoe Travel: Ein ganz persönlicher Artikel zum 10-jährigen Blog-Jubiläum

Am 03.08.2016 ging der allererste Artikel auf meinem Reiseblog online – heute vor genau zehn Jahren. Happy, happy Birthday, Horseshoe Travel! Seitdem ist so unglaublich viel passiert. Ursprünglich wollte ich einfach meine große Weltreise nach dem Abitur festhalten, für meine Familie, Freunde und Bekannten zu Hause, aber vor allem auch für mich selbst. Doch wie so oft kam am Ende alles ganz anders als geplant. Beim Durchklicken durch den Blog blicke ich auch auf zehn Jahre voller Abenteuer, Begegnungen, unverhoffter Wendungen, Schicksalsschläge und unzähliger Geschichten aus aller Welt, die den Rahmen eines Buches längst sprengen würden, zurück. Das Besondere an einem Reiseblog ist jedoch, dass er genau dafür genügend Platz bietet. Meine größte Sorge war damals, überhaupt keine Leser zu finden. Dass sich niemand dafür interessiert, was ich schreibe. Schließlich gab und gibt es so viele großartige Reiseblogs, die technisch, gestalterisch oder fotografisch vielleicht sogar besser sind als meiner.

Doch was Horseshoe Travel für mich einzigartig macht, ist seine Vielfalt. Hier geht es nicht nur um Backpacking oder Roadtrips. Es geht um Reisen mit Hund, Auslandssemester und Praktika, um das Leben, Lieben und Arbeiten im Ausland, um meine große Leidenschaft neben dem Reisen, die Pferde, um Fernweh und das Vermissen eines Zuhauses, wenn man monatelang aus dem Rucksack oder Kofferraum lebt. Und zugleich um die Sinn- und Wegsuche eines jungen Menschen, der die Welt entdecken wollte und dabei oft auch ein Stück weit sich selbst gefunden hat. Dieser Blog hat mir in den vergangenen zehn Jahren unglaublich viel Halt gegeben. Selbst wenn mein Leben manchmal völlig auf den Kopf gestellt wurde, blieb Horseshoe Travel bestehen. Die Beiträge erschienen nicht immer so regelmäßig, wie ich es mir vorgenommen hatte – nicht alle zwei Wochen Sonntags. Aber sie erschienen. Und das werden sie auch weiterhin.

Wie alles begann …

Ich habe wirklich lange überlegt, wie ich diesen Jubiläumsbeitrag schreiben soll. Sollte ich die meistgelesenen oder doch meine persönlichen Lieblingsartikel vorstellen? Von meinen schönsten Reisen der vergangenen zehn Jahre erzählen? Von all der Arbeit, die hinter Horseshoe Travel steckt? Oder davon, wie sehr sich das Reisebloggen in dieser Zeit verändert hat? Vielleicht auch davon, was aus den Reiseträumen geworden ist, die ich vor zehn Jahren hatte.

Mit Afrika und dem allerersten Blogartikel über unsere Keniareise fing nicht nur mein Reisefieber, sondern auch Horseshoe Travel an.

Natürlich habe ich mich besonders zu Beginn des Bloggens an anderen, größeren Reiseblogs orientiert und versucht, ein ähnliches Konzept auch auf Horseshoe Travel zu übertragen. Doch schon damals zeigte sich recht schnell, dass dieser Blog seinen ganz eigenen Weg gehen würde. Vielleicht wegen meiner Lebensgeschichte, vielleicht wegen meiner Art zu reisen, wahrscheinlich einfach wegen beidem. Horseshoe Travel folgt keiner klaren Linie und lässt sich bis heute mit keinem anderen Reiseblog vergleichen. Dass mein Weg oft anders verläuft als der vieler anderer, spüre ich immer wieder. Wenn ich mich mit anderen Reisenden unterhalte, erzählen sie von den Sehenswürdigkeiten, die sie besucht haben, den Restaurants, in denen sie gegessen haben, und den Hotels, in denen sie übernachteten. Während ich gerade bei einem völlig fremden Couchsurfer geschlafen, auf einem Streetfood-Markt etwas Undefinierbares vom Grill gegessen habe und am nächsten Morgen per Anhalter zum nächsten Ort weiterreise. Oder wenn ich statt eines zweiwöchigen Urlaubs gleich mehrere Monate oder sogar Jahre im Ausland verbringe, dort arbeite und lebe. Genau deshalb soll dieser Artikel nicht nur erinnern und festhalten, sondern auch einen Blick nach vorne werfen. Und vielleicht zeigt er auch, dass es völlig in Ordnung ist, seinen eigenen Weg zu gehen, unabhängig davon, ob er den Erwartungen anderer entspricht. Im echten Leben genauso wie in der virtuellen Welt.

Meine Weltreise 2015/16 plante ich größtenteils mithilfe von Reiseblogs, YouTube-Videos und Reiseführern. Ich verschlang Packlisten fürs Backpacking, Routenvorschläge, Tipps zum Rollerfahren in Thailand oder Erfahrungsberichte über Work & Travel und das Geldverdienen von unterwegs. All dieses Wissen, das andere Reisende kostenlos teilten, half mir enorm. Irgendwann stand für mich fest: Das möchte ich auch! Und ich möchte meine eigenen Reiseerfahrungen weitergeben und vielleicht den einen oder anderen bei seiner eigenen Reise inspirieren oder unterstützen. Gleichzeitig hatte der Blog noch einen ganz anderen Zweck. Ich wollte nicht einfach für anderthalb Jahre verschwinden, sondern meine Familie und Freunde an meiner Reise teilhaben lassen. Der ursprüngliche Plan war, 18 Monate unterwegs zu sein: zuerst durch Asien, anschließend nach Neuseeland und Australien und schließlich weiter nach Afrika. Danach wollte ich studieren, bevorzugt Tiermedizin, und ob ich dann überhaupt noch Bloggen würde, war unklar.

Bloggen von überall auf der Welt – egal ob aus dem Café, vom Flughafen oder der isländischen Pferdeweide.

Ein Arbeitskollege meiner Mutter half mir damals bei den ersten Schritten mit WordPress. Ehrlich gesagt hatte ich überhaupt keine Ahnung vom Bloggen. Ich belegte sogar ein Blogseminar einer bekannten Influencerin, um zu lernen, wie man einen erfolgreichen Reiseblog aufbaut. Vielleicht wäre Horseshoe Travel heute größer, wenn ich ihren Ratschlägen konsequenter gefolgt wäre. Doch rückblickend bin ich froh, dass ich meinen eigenen Weg gegangen bin. Horseshoe Travel war für mich nie nur ein Projekt, bei dem es darum ging, möglichst viele Artikel zu veröffentlichen oder Klickzahlen zu sammeln. Deshalb schalte ich auch bis heute keine Werbung und Ad’s. Dieser Blog wurde eher zu einem virtuellen Tagebuch, einer Hilfestellung und Inspiration für andere Reisende oder einfach Menschen, die gerne Geschichten aus aller Welt hören, und über die Jahre zu einem Stück meines Lebens. Als ich damals den ersten Beitrag, über eine Reise nach Kenia mit meiner Mama veröffentlichte (Kenia: Ein Reisebericht über das Land von Hakuna Matata), konnte ich noch nicht ahnen, wohin mich dieser Blog einmal führen würde.

Die meistgelesenen Artikel der letzten 10 Jahre

Klickzahlen generiert man mit starken Überschriften, mit Inhalten, die konkrete Fragen beantworten, und mit einer guten SEO-Strategie. So viel zur Theorie! Zum ersten runden Geburtstag von Horseshoe Travel habe ich deshalb einmal einen Blick in meine Statistik geworfen und die neun Artikel herausgesucht, die in den vergangenen Jahren am häufigsten gelesen wurden. Es sind vor allem Artikel, die Fragen beantworten, auf die man in klassischen Reiseführern oft keine oder nur sehr oberflächliche Antworten findet. Wie gestaltet man eine Reise mit Hund in eine der großen europäischen Städte, beispielsweise Venedig, Prag oder Ljubljana, möglichst tierfreundlich? Vor welche Herausforderungen stellt einen die Einreise mit dem eigenen Fahrzeug nach Marokko? Und wie fühlt es sich wirklich an, als alleinreisende Frau durch Sri Lanka zu reisen?

Venedig mit Hund bereisen

Vor der nordöstlichen Küste Italiens, inmitten der nördlichen Adria, liegt eine Stadt, die auf Millionen von Holzpfählen, 500 n. Christus errichtet wurde. Eine Stadt aus Marmor, inmitten der Lagune und…

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Mit Hund nach Straßburg

Nahe der deutsch-französischen Grenze liegt ein romantisches Städtchen mit einer geschichtsträchtigen Altstadt, verwinkelten Flusskanälen mit tiefhängenden Trauerweiden und freundlichen Einheimischen; Straßburg. Hier verbindet sich die französische mit der elsässischen Lebensart,…

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Mit Hund nach Prag

Spätestens seit Ende des Kommunismus 1989 zählt Tschechiens Hauptstadt Prag zu einer der faszinierendsten Metropolen Europas. Wunderschöne gotische Prachtbauten im nahezu intakten mittelalterlichen Zentrum, das grüne Stadtbild mit dem Fluss…

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Wandern mit Hund in der Böhmischen Schweiz

Die Böhmische Schweiz ist der tschechische Teil des Elbsandsteingebirges und bezaubert seine Besucher mit einigen spektakulären Felsformationen, der malerischen Kamnitzklamm und dem legendären Prebischtor. Auf beiden Seiten der Elbe erstreckt…

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Mit Hund und Wohnmobil in die Camargue

Dort wo die Rhône ins Mittelmeer fließt, liegt das Landschafts- und Naturschutzgebiet der Camargue. Riesige Sumpfgebiete, Schilfgürtel und feine Sandstrände bilden die Heimat unzähliger, oftmals bedrohter und seltener Tierarten. In diesem…

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Roadtrip mit Hund durch Südengland

Meine dreimonatige Reise durch Großbritannien und Irland letzten Sommer, begann mit der Anreise über den Ärmelkanal bis nach Dover in Südengland. Diese malerische Region zwischen Kent im äußersten Südwesten und…

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Was mich beim Blick in die Statistik besonders gefreut hat, war, dass sich die meistgelesenen Artikel rund um das Thema Reisen mit Hund drehen. Wer Horseshoe Travel schon länger begleitet, weiß, welchen Stellenwert mein Hund Gismo nicht nur in meinem Leben, sondern auch in der Geschichte dieses Blogs hatte. Irgendwie hängen diese beiden Dinge untrennbar zusammen. Vielleicht sind genau deshalb diese Beiträge auch so persönlich geworden. Genauso wie all die Roadtrips, die Gismo und ich mit meinem VW-Bus Henry unternommen haben. Einen Bus, den ich nach Gismos Tod verkauft habe, weil die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit einfach zu schmerzhaft waren, der aber bis heute in Form eines Tattoos meinen linken Arm ziert. Einige meiner Instagram-Follower und regelmäßigen Leser habe ich tatsächlich ganz unerwartet gewonnen: Sie entdeckten die Adresse meines Blogs und meines Instagram-Kanals auf der Rückseite von Henry, während ich an ihnen vorbeifuhr oder irgendwo geparkt hatte. Bloggen ist eben doch so viel mehr, als nur die perfekte Überschrift finden oder für Suchmaschinen schreiben. Es ist persönlich. Das merke ich besonders in jeder Mail und jedem Kommentar von Lesern, die ich beantworte. Und genau deshalb ist Horseshoe Travel mir auch so wichtig.

Travel, Ride, Live – Blog- und Lebensmotto zugleich

Die Überschrift ganz oben unter dem Blognamen habe ich vor zehn Jahren erstellt, damals, als der Arbeitskollege meiner Mama mir half, Horseshoe Travel technisch aufzubauen. Ich wollte meine beiden größten Leidenschaften miteinander verbinden: das Reisen und das Reiten. Dass genau diese Verbindung später tatsächlich mein Leben prägen würde, hätte ich damals vermutlich selbst nicht erwartet. Ich studierte Pferdewirtschaft im Bachelor in Süddeutschland, absolvierte meinen Trainerschein C Reiten, arbeitete nebenher in Reitschulen und Reitvereinen und verbrachte meine Semesterferien und Auslandsaufenthalte immer wieder damit, neue Länder zu entdecken und dort zu arbeiten. Für den Master zog ich in die bayerische Einöde und studierte Tourismus und Nachhaltige Regionalentwicklung, um auch auf beruflicher Ebene beide Leidenschaften zu verbinden. Ich schrieb meine Bachelorarbeit über Ethik im Reittourismus in Marokko und die Masterthesis zuletzt über Resonanzbeziehungen zwischen Menschen und Pferden auf Reitsafaris in Namibia. Ich absolvierte die Ausbildereignungsprüfung, um junge Pferdewirte in Deutschland ausbilden zu dürfen, und bin während meines aktuellen Sommerjobs auf Island doch wieder damit zufrieden, einfach Reitguide sein zu dürfen.

Um das Reisen mit meinem geliebten Hund Gismo drehen sich ein Großteil der Blogbeiträge. Auch wenn unsere gemeinsame Geschichte zumindest hier auf dem Blog inzwischen fertig erzählt ist, bleibt er ein so großer Teil von Horseshoe Travel.

Daher übrigens auch der Name des Blogs: Horseshoe, weil mich das Hufeisen an die Pferde erinnert und gleichzeitig als Glückssymbol gilt. Travel, nun ja, ich denke, das erklärt sich von selbst. Und egal, wo auf der Welt ich gelebt habe, in Köln, Afrika, Asien oder jetzt auf Island – Ich habe mein Leben immer sehr intensiv geführt. Vielleicht auch, weil ich einen Rat meines damaligen Chefs in Rumänien besonders verinnerlicht habe: Zum glücklich sein, richte dein Leben nach deinen Leidenschaften aus. Genau das habe ich versucht. Und die Pferde und das Reisen waren dabei immer meine beiden Konstanten nach denen ich so vieles ausgerichtet habe. Sie waren die Dinge, durch die ich mich lebendig gefühlt habe. Daher auch das Live in der Überschrift des Blogs.

Und genau das zeigen auch die inzwischen 256 Artikel auf Horseshoe Travel. Doch sie erzählen nicht nur von Abenteuern und fernen Ländern. Zwischen den Zeilen erzählen sie auch von einer ständigen Suche. Von Fernweh, wenn ich zu Hause bin. Von Heimweh, wenn ich lange im Ausland lebe und die Menschen vermisse, die mir wichtig sind. Von der Frage, wo eigentlich mein Platz in der Welt ist. Denn ohne Gismo habe ich oft das Gefühl, diesen Platz verloren zu haben. Meine Heimat wird für mich immer Köln bleiben, der Ort, den ich mit meiner Kindheit, meiner Familie und so vielen Menschen verbinde, die ich liebe. Aber Zuhause ist für mich in den vergangenen Jahren zu einem viel flexibleren Begriff geworden. Ich habe Freunde auf der ganzen Welt gefunden. Ich habe mich in den unterschiedlichsten Ländern zuhause gefühlt. Ich habe Orte verlassen, die mir viel bedeutet haben, und neue gefunden, an denen ich nie erwartet hätte, Wurzeln zu schlagen. Und trotzdem bleibt diese eine Frage: Gibt es diesen einen Ort auf der Welt, an dem ich irgendwann wirklich ankommen und zur Ruhe kommen werde? Oder ist mein Leben vielleicht genau wie ein Hufeisen, geformt durch viele verschiedene Wege, Begegnungen und Wendungen, aber immer getragen von meinen beiden größten Leidenschaften, den Pferden und dem Reisen?

… Wie es weitergeht

So sehr ich die Harry-Potter-Reihe auch liebe, einen Zauberspruch, mit dem ich in die Zukunft sehen kann, habe ich bisher leider noch nicht gefunden. Und vielleicht ist es auch gut, dass wir nicht wissen, was morgen kommt. Hätte ich damals gewusst, dass mein Vater völlig unerwartet verstirbt, während ich mich am anderen Ende der Welt auf meiner Weltreise in Japan befand, hätte ich diese Reise vielleicht nicht angetreten. Über das plötzliche Ende meiner Weltreise und wie es mir damit ging, kannst du in meinem Artikel Weltreiseabbruch: Ein ganz persönlicher Artikel nachlesen. Hätte ich gewusst, dass in den Jahren danach ein großer Teil meiner Familie ebenfalls gehen würde, wäre ich vielleicht öfter zu Hause und nicht in der weiten Welt unterwegs gewesen. Hätte ich am Abend vor Gismos Tod gewusst, dass es unsere letzte gemeinsame Nacht sein würde, wäre ich wach geblieben und hätte einfach neben seinem Körbchen gesessen. Vieles von dieser Trauer habe ich in meiner Arbeit mit den Pferden, in meinem privaten Tagebuch, aber auch hier auf Horseshoe Travel verarbeitet. Und das werde ich auch weiterhin tun. Denn das Schreiben war für mich immer mehr als nur das Festhalten von Reisen. Es war eine Möglichkeit, Erinnerungen zu bewahren, Gedanken zu sortieren und Erlebtes zu verarbeiten und dabei noch andere Menschen für ihre eigenen Reisen zu motivieren.

Die Arbeit mit den Pferden hat mir die letzten Jahre so viele Türen geöffnet – dieses Jahr auf Island!

Gleichzeitig verändert sich die Welt des Reisens und des Bloggens. Der Trend geht leider immer stärker weg vom geschriebenen Wort und hin zu kurzen Videos, aufmerksamkeitserhaschenden Reels und einer Generation, die innerhalb weniger Sekunden erreicht werden möchte. Trotzdem glaube ich weiterhin an die Bedeutung von Geschichten, die mehr Raum bekommen dürfen. Vielleicht wird aus Horseshoe Travel irgendwann sogar noch ein eigenes Buch? Denn schon 2016 war es nicht einfach, Menschen mit einem Blog zu erreichen. Heute ist die Konkurrenz noch größer. Wir sehen perfekt bearbeitete Reels, professionell inszenierte Social-Media-Kanäle und Inhalte, hinter denen nicht selten ganze Teams oder KI’s stecken. Das Internet macht uns nahezu alles jederzeit verfügbar. Gerade deshalb möchte ich, dass Horseshoe Travel weiterhin sich selbst treu bleibt. Viele meiner Artikel sind bewusst ausführlich, basieren auf echten Erfahrungen und zeigen echte Bilder. Auch wenn ich mir manchmal wünsche, dass all die Stunden, die ich in Recherche, Schreiben, Fotografieren und die Pflege der Webseite investiere, mehr Menschen erreichen würden. Nicht unbedingt aus finanziellen Gründen. Sondern weil hinter jedem einzelnen Wort, jedem Bild und jeder Geschichte noch immer ich stehe. Auch wenn Klickzahlen, Statistiken und Absprungraten mich manchmal unter Druck setzen.

Diesen Sommer arbeite ich auf Island und bin dabei, die Namibia-Blogreihe zu Ende zu bringen. Mein Studium habe ich endlich abgeschlossen, sodass ich ab Herbst die Qual der Wahl habe, wo ich nun hinmöchte. Falls ich nicht völlig unerwartet ein anderes Jobangebot finde, kehre ich Ende September für einige Wochen in die Kölsche Heimat und dann zurück nach Marokko, wo ich bereits vor meinem Bachelorstudium ein Jahr lang lebte. Im neuen Jahr plane ich entweder nach Island zurückzukehren oder doch meinen langersehnten Traum zu verwirklichen, und fürs Work & Travel nach Australien aufzubrechen. Andererseits hat Australien erst letzten Monat seine Altersgrenze fürs Work & Travel auf 35 hochgesetzt, ich habe also noch Zeit. Und am Ende kommt sowieso immer alles ganz anders als gedacht. Auf Horseshoe Travel sind zudem einige spannende Gastbeiträge einiger toller Reisebekanntschaften von mir geplant.

Ein Geburtstagsgeschenk zum runden Ehrentag

Horseshoe Travel ist auch nach zehn Jahren noch immer ein kleiner Reiseblog. Und das ist völlig okay. Wenn du Horseshoe Travel schon länger begleitest, danke ich dir von Herzen. Wenn du auch weiterhin mit mir unterwegs sein möchtest, freue ich mich natürlich sehr darüber, wenn du den Blog unterstützt, sei es durch einen Kommentar, eine Nachricht oder ein Follow auf Instagram und Facebook. Die Links dazu findest du hier;

Und wenn du Horseshoe Travel und mir zum Geburtstag eine besonders große Freude machen möchtest, dann kannst du den Blog auch ganz einfach per Mail abonnieren. Dafür findest du unten auf der Webseite ein kleines blaues Feld, über das du deine E-Mail-Adresse eintragen kannst. Alternativ kannst du auch am Ende eines jeden Artikels deine Mailadresse hinterlassen und wirst dann automatisch benachrichtigt, sobald ein neuer Beitrag erscheint. So bleibst du immer auf dem Laufenden und unterstützt mich gleichzeitig sehr. Außerdem freue ich mich jederzeit über Artikelvorschläge, Ideen und Anregungen. Wenn es Themen gibt, über die du gerne mehr lesen möchtet, dann schreib mir gerne.

Fazit: 10 Jahre Reisebloggen

Normalerweise gehe ich mit viel Struktur und einem klaren Aufbau an jeden Blogartikel heran. Dieser Beitrag war etwas anders. Er ist relativ spontan entstanden und mit dem Versuch, zehn Jahren Horseshoe Travel gerecht zu werden. Und das war gar keine so leichte Aufgabe. Denn wie erzählt man die Geschichte eines Blogs in nur einem Artikel, der gleichzeitig auch ein Stück der eigenen Lebensgeschichte geworden ist? Was ich zum Ende dieses ersten Jahrzehnts meines Reiseblogs sagen kann, ist vor allem eines: Dankeschön! Danke an jeden einzelnen Leser, der Horseshoe Travel in den vergangenen zehn Jahren begleitet, gelesen und kommentiert hat oder einfach still mitgereist ist. Danke für jede Nachricht, jede Empfehlung und jedes Zeichen, dass die Geschichten hier draußen jemanden erreichen. Ohne dich als Leser wäre dieser Blog nicht derselbe. Und auch wenn die Artikel nicht immer so pünktlich erscheinen, wie ich es mir zu Beginn eines jeden Monats vornehme, nicht jeden zweiten Sonntag und manchmal mit deutlich größeren Abständen, sie erscheinen! Auf die nächsten Abenteuer, die nächsten Blogbeiträge und die nächsten zehn Jahre. Happy Birthday, Horseshoe Travel!

Es ist eigentlich fast eine Sache der Unmöglichkeit, aber ich habe versucht drei Artikel für dich herauszusuchen, deren Verfassen mir besonders viel Freude bereitet hat. Oder die mir einfach sehr am Herzen liegen. Denn eigentlich liebe ich sie alle!

Meine drei Lieblingsartikel aus 10 Jahren Reisebloggen:

Tierschutz in Rumänien: Eine Reise durch das Land mit den meisten Straßentiere Europas

In keinem anderen Land Europas gibt es so viele streunende Hunde und Katzen, wie in Rumänien. Obwohl sie seit Erlass des Tötungsgesetzes 2013 verfolgt und grausam getötet werden, haben sich die Populationen der streunenden Katzen und Hunde im Land nicht nachhaltig verringert, ganz im Gegenteil. Und ausgerechnet in dieses Land reiste ich für die Dauer…

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Victoria Falls in Zimbabwe & Sambia auf eigene Faust als Alleinreisende Frau besuchen

Mosi-oa-Tunya – der Rauch der donnert. So nennen die Einheimischen die Victoris Falls, die Wasserfälle, die vom mächtigen Sambesi-Fluss gespeist werden. Und tatsächlich, als ich mit dem Flugzeug von Johannesburg in die Stadt Victoria Falls flog, erklang eine Durchsage des Piloten durch die voll besetzten Sitzreihen darüber, dass wir in der Ferne bereits Vic Falls,…

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Gismos letzte Reise 🌈

Genau 23 Länder habe ich mit Gismo bereist, wir haben gemeinsam in Marokko und Rumänien gelebt und er ist für mein Studium mit mir von Köln nach Baden-Württemberg gezogen. An ein Leben ohne ihn kann ich mich kaum erinnern, schließlich war ich selbst gerade erst 10 Jahre alt, als er in mein Leben trat. Doch…

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Hi, ich bin Nadine, 28 Jahre alt und komme ursprünglich aus Köln. Seit einer 8-monatigen Soloreise durch Asien nach dem Abitur hat mich das Reisefieber gepackt. Gemeinsam mit meinem Hund Gismo war ich auf zahlreichen Roadtrips durch Europa bis nach Nordafrika unterwegs. Nach seinem Tod reise ich nun wieder viel mit dem Backpack durch ferne Länder. Hier auf meinem Blog Horseshoe Travel verbinde ich meine beiden großen Leidenschaften: das Reisen und das Reiten – und das schon seit 2016!

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