Das touristische Bohol und sein ganz besonderer Charm

Bohol ist eine beliebte Insel im Zentrum der Visayas. Sie ist vor allem für die trüffelartigen Chocolate Hills, den friedlichen Loboc River und den lebendigen Alona Beach bekannt.

 

Ich verbrachte mehrere Tage auf der Insel Panglao im Süden Bohols, da ich mich nach ein wenig Abstand, von den chaotischen philippinischen Städten, sehnte, welche durch ihren Lärm, Gestank und ihr Chaos, ganz schön anstrengend sein können.

Wie kommt man Bohol?

So, das Wichtigste zuerst: Wie kommt man eigentlich nach Bohol? Es gibt eine teuere und eine preiswerte Möglichkeit der Anreise. Erstere ist die typische Anreise, während zweitere eher selten von Reisenden genutzt wird. Du nimmst eine Fähre von einem der umliegenden Häfen, in meinem Fall war das Cebu City und fährst nach Tagbilaran, dem Knotenpunkt Bohols, von wo aus du die Weiterreise organisieren kannst. Oder aber du machst es wie ich und nimmst stattdessen eine Fähre nach Tubigon und dann einen Bus nach Tagbilaran und sparst damit circa 512 Pesos, also beinahe zehn Euro.

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Lass dich in Tubigon nicht von den Taxi-und Tricycle Fahrern verunsichern, die dich davon überzeugen wollen, dass es keinen Bus nach Tagbilaran gibt. Den gibt es!

Falls du wie ich, weiter nach Panglao Island reisen möchtest, dann führt, außer du leihst dir ein Motorrad, leider kein Weg an einem Tricycle und den damit verbundenen nervigen Verhandlungen vorbei.

Ich war mit zwei anderen Backpackern unterwegs und wir hatten wirklich Glück, denn zwei Fahrer klärten sich bereit, uns für den Preis von 150 Pesos pro Person, zum Hostel zu fahren.

Unterkunft

Das Hostel in das ich ursprünglich wollte, das Alona Hammocks, war leider schon ausgebucht, sodass uns die beiden Tricycle Fahrer weiter zur Coco Farm, einem der besten Hostel indem ich je nächtigte, brachten. Ich muss jetzt kurz ein wenig Werbung für dieses Hostel machen, denn die Mitarbeiter waren sehr freundlich, Frühstück und Wasser waren kostenlos, es gab Moskitonetze und süße Katzenbabys.

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Mein Lieblings-Katzenbaby der Coco Farm

Mit dem Motorrad ist man in wenigen Minuten und für nur 50 Pesos, am Alona Beach. Ja, ich erinnere mich sehr gut an diese eine Fahrt mit dem Motorrad… Ich berührte mit dem Knöchel den Motor und verbrannte mich derart, dass die Wunde jetzt, drei Wochen später, noch immer nicht verheilt ist.

Essen und Trinken

Obwohl das Essen in meinem Hostel wirklich gut war, zog es mich doch mehr an den Alona Beach, denn ich esse Abends gerne auswärts. Die Restaurants sind überdurchschnittlich teuer, dafür gibt es viel europäisches Essen und gute Cocktails.

Jetzt, drei Wochen später, ist es mir völlig schleierhaft, warum es mich zu meiner Zeit auf Bohol, ausschließlich zu den touristischen Restaurants zog. Seit ich die Insel verlassen habe, esse ich beinahe jeden Tag, das deutlich preiswertere, philippinische Essen, meist zusammen mit einer Gruppe schmatzender und rülpsender Filipinos, die Besteck alle für überflüssig zu halten scheinen (mit den Händen geht’s eben schneller).

Der Alona Beach

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Der Alona Beach bietet unzählige Restaurants und Bars

Der Alona Beach, ein weißer Sandstrand, der besonders Abends mit seinen zahlreichen Restaurants, Bars und Beach Clubs ein beliebter Treffpunkt von Backpackern ist, hatte eine ungewöhnlich starke Anziehungskraft auf mich. Es wimmelt nur so von Masseuren, Tourenvermittlern und Schmuckverkäufern, die dich jedesmal wieder ansprechen, auch wenn du an einem Abend bereits acht Mal an ihnen vorbei gelaufen bist.

Aktivitäten

Natürlich habe ich auch noch andere Dinge gemacht, als nur gegessen. An meinem dritten Tag in Bohol entschied ich mich für die typische Touristentour quer über die Insel, welche die generellen Sehenswürdigkeiten Bohols abdeckt und das sind ganz schön viele!

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Die beeindruckenden Chocolate Hills

Unser erster Stopp waren die Chocolate Hills, die in der Trockenzeit an Trüffel erinnern, nun in der Regenzeit jedoch saftig grün sind. Es handelt sich hierbei um 1268 vereinzelte Hügelkuppen, die sich über eine Fläche von 50km2 erstrecken.

Danach fuhren wir weiter zum Tarsier Sanctuary, wo sich Touristen gegenseitig auf die Füßen trampeln, um eine Foto vom kleinen Koboldmaki zu knipsen, welcher zugegebenermaßen auch wirklich niedlich ist. Im Sanctuary helfen einem lokale Guides, die Tiere zu finden und passen derweilen auf, dass die Touristen keine Grenzen überschreiten.

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Koboldmaki im Tarsier Sanctuary

Der dritte Stopp war die Bamboo Hanging Bridge, eine hölzerne, knarzende Brücke über dem Loboc River, welche man für ein paar Cent betreten darf.

Im Anschluss gab es endlich Lunch und zwar auf einer Bootsfahrt über den äußerst grünen, besinnlichen Loboc River, indem Kinder plantschten, Frauen ihre Wäsche wuschen und wir eine traditionelle, philippinische Tanzvorführung bestaunen durften.

Danach kamen wir zu meinem persönlichen Highlight an diesem Tag, der 520 Meter langen Zipline, einer Art Seilbahn über dem Loboc River, von welcher man einen umwerfenden Blick über die Weiten Bohols hat. Übrigens ist die Zipline auf Palawan deutlich teurer, als die auf Bohol.

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Tanzaufführung während der Fahrt über den Loboc River

Nun ein Tipp an alle Tierfreunde: Meidet das Butterfly Sanctuary, wo die Guides die Schmetterlinge an ihren empfindlichen Flügeln hochheben, um sie auf Nasen und Schultern der Touristen zu setzen, ebenso wie den Zoocolate Thrills Theme Park, wo artgerechte Tierhaltung nicht gerade groß geschrieben wird.

Unser letzter Stopp war die Baclayon Church, welche ich nachdem langen Tag, ehrlich gesagt nur nach halbherzig wahrnahm.

Ich habe die Tour über mein Hostel gebucht, was sich als sehr gute Entscheidung herausgestellt hat, da ich nur für die Attraktionen zahlen musste, die ich auch besucht hatte und nicht wie bei vielen im Internet angebotenen Touren, einen festgelegten Pauschalpreis. Weitere gute Tourenangebote findest du übrigens auch am Alona Beach.

Kosten

In vier Tagen auf Panglao Island gab ich 4241 Pesos, sprich 78 Euro aus.

Fazit: Ist Bohol einen Besuch wert?

Bohol ist meiner Meinung nach, ein absolutes Muss für jeden Philippinen-Reisenden. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten kannst du bereits an einem Tag abklappern, jedoch war es schön, noch einige Tage am menschenleeren Whitesand Beach auf Panglao Island, die Seele baumeln zu lassen.

Auf der anderen Seite ist Bohol, besonders der Alona Beach und die Touristenspots auf der Tagestour, touristisch ziemlich überlaufen und dementsprechend hoch sind auch die Preise. Am häufigsten traf ich übrigens Japaner (oder waren es Chinesen?), die mir mit ihren Selfie-Stäben mehrmals fast die Augen ausstachen. Das wirkliche Leben der Einheimischen jedoch, habe ich eher auf anderen Inseln kennen gelernt (bald mehr dazu), doch dafür bin ich schließlich auch nicht nach Bohol gekommen.

Wenn ich an Bohol denke, dann erinnere ich mich als erstes an die Chocolate Hills, diese absurde Laune der Natur und den Glauben der Filipinos, es handele sich bei den Hügelkuppen um die Tränen, eines liebeskranken Riesen. Mit etwas Fantasie, kann das sogar sein, oder?

 

Dieser Artikel ist etwas länger ausgefallen, als gewollt, aber ich wollte Bohol und seinem Charm, so gut es geht gerecht werden. Danke für Jeden, der sich die Zeit für diesen Artikel und den Rest meines Blogs nimmt, ich freue mich immer sehr über einen Kommentar.

 

 

 

 

Veröffentlicht von

Hi, ich bin Nadine, 19 Jahre und komme aus Köln! Im September 2016 bin ich auf Weltreise gestartet, auf der du mich auf meinem Blog begleiten kannst. Hier dreht sich alles um die Themen Backpacking, Tauchen und tierfreundliches Reisen.

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