Die Philippinen: Was wir von den Filipinos lernen können

Die Philippinen sind noch vergleichsweise unberührt, was vor allem daran liegt, dass das Land aus 7.107 Inseln besteht, von denen nur 2000 bewohnt sind.

 

Ich reiste für einen Monat alleine auf den Philippinen und möchte dir in diesem Artikel alles wichtige erläutern.

 

Die philippinische Lebensweise

Die Filipinos sind ein freundliches, offenes Volk, dass Reisende mit offenen Armen in ihrem Land willkommen heißt, und zudem ein sehr gutes Englisch spricht. Ansonsten spricht man Tagalog, die philippinische Landessprache.

Obwohl viele Menschen arm sind und wirklich nur das Einfachste zum Leben haben, nehmen sie es so wie es ist, mit einem Lächeln im Gesicht und ohne sich dauernd über ihr Leid zu beklagen, wie so mancher Deutscher.

Außerdem lieben die Filipinos Musik, sodass man um einen Karaokeabend nur schwer herum kommt. Auf den Philippinen isst man abgesehen von den drei Hauptmahlzeiten, noch zwei bis drei tägliche Snacks, was mir das Land gleich noch sympathischer machte. So sollte man sich auf keinen Fall ein Halo-Halo entgehen lassen, Eiscreme, Obst und allerlei Süßigkeiten, die zu einem kühlen Brei zerstampft werden, und die wunderschönen Sonnenuntergänge mit einem kühlen San Miguel Bier genießen.

It’s more fun in the Philippines

Der Slogan des Landes begegnet einem an jedem Flughafen und vielen anderen öffentlichen Plätzen und entspricht absolut der Realität. Die Philippinen sind unglaublich vielfältig, als Taucher oder Schnorchler kannst du die vielen artenreichen Riffe erkunden, beispielsweise auf Malapascua, oder das berühmte Apo Reef auf Apo Island. Zudem kannst du zwischen über 2000 Jahre alten Reisterrassen in Banaue wandern, die berühmten Chocolate Hills auf Bohol besichtigen oder in Sagada verlassene Höhlen erkunden.

Auf Palawan, der Backpackerinsel überhaupt, soll Alex Garland sein berühmtes Buch The Beach, verfilmt mit Leonardo DiCaprio, geschrieben haben und die weißen Sandstrände dort erklären warum.

Reisen auf den Philippinen

Das Reisen auf den Philippinen ist eigentlich sehr sicher, wenn man sich an ein paar Grundregeln hält. Beispielsweise sollte man vorsichtig sein, wie man sich über Politik bzw. den Präsidenten äußert, denn die Meinungen gehen diesbezüglich sehr auseinander. Dieser hat außerdem die Todesstrafe eingeführt, wenn man zwei Mal mit Drogen erwischt wurde, egal ob als Dealer, Kunde, oder Unbeteiligter. Warte mit den Drogen also lieber, bis du wieder zuhause bist.

Aufpassen musst du beim Taxifahren, bestehe immer auf das Taxameter, oder wenn du auf eine der größeren Inseln bist, rufe ein Taxi mit der App Grab, wo der Fahrpreis schon zu Beginn feststeht.

Nach einem Bombenanschlag Anfang September in Mindanao, wird vom generellen Reisen in dieser Region abgeraten. Diese Informationen habe ich zum einen von der Seite des Auswärtigen Amts, auf welcher ansonsten auch gerne mal ein wenig übertrieben wird, zudem haben mir aber auch viele Einheimische vor einer Reise nach Mindanao, besonders Davao, abgeraten.

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Eines der vielen Tricycles auf den Philippinen, dieses, aus mir unbegreiflichen Grund, verziert mit einem Hakenkreuz.

Zwischen den Inseln reist man meist mit Booten, an Land mit Bussen, Tricycles und Taxis.

In größeren Städten wie Cebu oder Manila, bewegt man sich am preiswertesten mit Jeepneys fort. Innerhalb des Landes verkehren verschiedene Billigfluglinien, unter anderem Air Asia, Cebu Pacific und Philippine Airlines.

Organisatorisches: Visum, Geld und Wetter

Das 30-tägige Visum gibt es für deutsche Staatsbürger kostenlos bei Ankunft am Flughafen und in den wenigsten Fällen wird ein Rückflugticket verlangt.

Das Reisen auf den Philippinen ist nicht so günstig, wie in manch anderem südostasiatischem Land, für westliche Reisende jedoch noch immer sehr preiswert. Bezahlt wird mit dem philippinischen Peso, Geldautomaten gibt es eigentlich in den meisten größeren Städten, jedoch wird für ausländische Karten eine Abhebegebühr von 200P fällig. Auf vielen kleineren Inseln gibt es keine Geldautomaten und Kreditkarten werden auch eher selten akzeptiert, daher solltest du immer genügend Bargeld bei dir haben. Generell kommt man als Reisender aber mit einem Tagesbudget von 20-30 Euro hin, welches Unterkunft, Verpflegung, Transport und Aktivitäten abdeckt.

Die High Season geht von Dezember bis April, wo es nicht so heiß ist, wie in den Sommermonaten, jedoch auch nicht so nass wie in der Regenzeit von August bis Oktober. Aufgrund dessen, dass kein Ort auf den Philippinen mehr als 200km vom Meer entfernt ist, kann es vor allem in der Regenzeit zu Taifunen kommen.

Diashow meiner 10 Lieblingsbilder von den Philippinen 🇵🇭:

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Fazit

Ich bewundere die Filipinos wirklich für ihre Lebensart. In Deutschland stehen wir Morgens auf, gehen fünf Tage die Woche zur Schule, Uni oder Arbeit, und beschweren uns über alles, die Straßenbahn, die schon wieder fünf Minuten zu spät ist, den Supermarkt, wo schon wieder nur Gurken mit Dellen verkauft werden oder über unsere Nachbarn, die doch tatsächlich um Mitternacht noch Musik hören.

Auf den Philippinen geht man an sieben Tagen in der Woche arbeiten, und der monatliche Durchschnittsverdienst liegt bei 8000 Pesos, was in etwa 150 Euro sind. Es gibt, abgesehen von einer in Manila, keine Straßenbahnen und man kann froh sein, wenn der Bus nicht mehr als eine halbe Stunde Verspätung hat. Supermärkte sind eher selten, man isst, was eben gerade auf dem Markt verkauft wird, und wenn der Nachbar Musik hört, singt man mit.

Was können wir also von den Filipinos lernen? Wir können lernen, aus jedem Tag das Beste zu machen und ihn mit einem Lächeln zu beginnen und zu beenden. Wir können lernen, dass unser Leben vielleicht gar nicht so schlecht ist, wie es Montagmorgens zu Wochenbeginn noch erscheint und uns, wie die Filipinos, über die kleinen Dinge im Leben freuen, ein Bier mit Freunden, ein lachendes Kind oder, wie ich, über jeden Straßenhund.

Und wir können uns dieses Zitat zu Herzen nehmen, dessen Autor sicher ein Filipino war, oder zumindest jemand, der deren Lebensweise verstand:

Don’t start your day with the broken pieces of yesterday. Every morning we wake up is the first day of the rest of our life.

Author unknown

 

Denk Mal drüber nach und schreib mir gerne einen Kommentar. Ich freue mich, von dir zu hören!

Verfasst von

Hi, ich bin Nadine, 19 Jahre und komme aus Köln! Nach einer achtmonatigen Asienreise, befinde ich mich nun auf einem Roadtrip durch Europa, auf der du mich und meinen Hund Gismo auf diesem Blog begleiten kannst. Hier dreht sich alles um die Themen Backpacking, Roadtrips und Reisen mit Hund.

2 Kommentare zu „Die Philippinen: Was wir von den Filipinos lernen können

  1. Hi Nadine, ich habe letztlich Deine liebe Mama anl. des Geburtstags von Gabi Frenzel kennengelernt. Sie hat mir von Dir erzählt. Und nun bin ich ganz beeindruckt von Deinen Erlebnissen und Deinen Gedanken. Hut ab!!!!! Ich habe die freudlichen Filipinos auch so in Erinnerung. Ich war vor ca. 30 Jahren auf Palawan, und ich werde nie den Spruch eines Fischers vergessen, der sehr stolz sagte: „We don’t plan the familiy, as they want us to do – we are planting the familiy“ Ausserdem vergesse ich nie das herrliche Meer dort mit seinen bunten Bewohnern, die wir unter sengender Sonne beim Schnorcheln bewunderten.
    Mach weiter so und ich wünsche Dir alles Glück dieser Welt!
    Liebe Grüße Barbara

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo liebe Barbara,
      Ja meine Mutter ist diesbezüglich äußerst konmunikativ. 😀
      Freut mich, dass dir der Blog gefällt und vielen lieben Dank für die nette Worte .. das freut einen doch immer!

      Liebe Grüße au China

      Nadine

      Gefällt mir

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