Einmal im Leben die große Tierwanderung (Great Migration) in der Serengeti Tansanias und der Masai Mara Kenias hautnah miterleben. Einmal mit dem Mokoro-Kanu durch das Okavango-Delta in Botswana gleiten, vorbei an Flusspferden, Krokodilen und einigen der größten Elefantenherden Afrikas. Einmal durch die tropischen Regen- und Bergwälder Ruandas, Ugandas oder der Demokratischen Republik Kongo wandern, auf der Suche nach den inzwischen leider so stark gefährdeten Gorillas. Einmal die Vertreter der Big Five im südafrikanischen Krüger-Nationalpark aufspüren und schließlich in Namibias Wüstenlandschaften nach Straußen, Wüstenlöwen, Spitzmaulnashörnern und Springböcken Ausschau halten. Eine Safari in Afrika ist für viele eine dieser Once-in-a-lifetime experiences, eine Reise, von der man jahrelang träumt und für die man oft ebenso lange spart. Denn obwohl Afrika reich an beeindruckenden Landschaften und einer einzigartigen Tierwelt ist, können Safaris zu den kostspieligsten Reiseerlebnissen überhaupt gehören. Auch gesundheitliche Risiken wie Malaria, Dengue-Fieber, Gelbfieber und Zeckenbissfieber sollten bei der Reiseplanung berücksichtigt werden. Hinzu kommen regionale Sicherheitsrisiken und Kriminalität, etwa in Teilen Südafrikas, Kenias und der Demokratischen Republik Kongo. Welche Vorsichtsmaßnahmen notwendig sind, hängt dabei stark vom Reiseziel und der geplanten Route ab.
Eine gute Vorbereitung ist deshalb das A und O: von der sorgfältigen Routenplanung über die Wahl eines seriösen Reiseveranstalters bis hin zu einer durchdachten Packliste, die dich auf unterschiedliche Situationen vorbereitet, ohne unnötigen Ballast mitzuschleppen. Schließlich möchte niemand auf Safari riesige, viel zu schwere Koffer durch den roten Sand ziehen. Die Packliste in diesem Beitrag basiert auf meinen eigenen Reisen durch Kenia, Südafrika, Sambia und Zimbabwe sowie auf den sieben Monaten, die ich in Namibia gearbeitet habe. Ich teile mit dir, was sich unterwegs wirklich bewährt hat, was du besser zu Hause lässt und worauf du bei der Vorbereitung deiner eigenen Afrika-Safari achten solltest.

Reiseinformationen für deine Safari
Safaris sollten sorgfältig geplant werden, abhängig von der Jahreszeit, dem Budget und den aktuellen Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts. Als meine Mutter und ich etwa 2014 nach Kenia reisten, vermieden wir bewusst die Einreise über den Flughafen in Nairobi, da dort nur ein Jahr zuvor ein schwerer Terroranschlag auf ein Einkaufszentrum verübt worden war. Am 21. September 2013 hatten Mitglieder der somalisch-islamistischen Terrororganisation al-Shabaab das Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi angegriffen. Auch die klimatischen Bedingungen spielen bei der Reiseplanung eine sehr wichtige Rolle, denn Regenfälle können ganze Straßen unpassierbar machen, während die Hitze in der Trockenzeit zur Belastung werden kann. Die Hochsaison wiederum ist häufig von höheren Preisen, gut ausgelasteten Lodges und schnell ausgebuchten Touren geprägt. Deshalb empfehle ich dir, möglichst frühzeitig mit der Reiseplanung zu beginnen, idealerweise ein bis eineinhalb Jahre im Voraus. Das gibt dir genügend Zeit, dich über Einreisebestimmungen zu informieren, notwendige Impfungen rechtzeitig durchführen zu lassen und Flüge sowie Unterkünfte zu vergleichen. Auch die Beantragung eines neuen Reisepasses oder eines internationalen Führerscheins kann Zeit in Anspruch nehmen. Wer früh bucht, hat zudem häufig eine größere Auswahl an Unterkünften und kann die benötigten Urlaubstage besser einplanen. Zudem beansprucht allein schon die Anreise zu vielen Safari-Zielen bereits einen ganzen Tag oder länger.
Safari njema! Das ist Swahili und bedeutet „Gute Reise!“. Der Begriff Safari stammt aus dem in Ostafrika weitverbreiteten Swahili und bezeichnete ursprünglich ganz allgemein eine Reise. Seinen Ursprung hat das Wort im Arabischen: safar (سفر), was ebenfalls „Reise“ bedeutet. Spätestens seit den europäischen Expeditionen und Jagdreisen des 19. Jahrhunderts wird der Begriff jedoch zunehmend mit der Erkundung der afrikanischen Wildnis und der Beobachtung wild lebender Tiere verbunden. Was sich seit den großen Expeditionen Livingstones, Roosevelts und Stanleys heute gehalten hat, ist die Bedeutung erfahrener Guides, ohne deren Wissen viele dieser Reisen kaum möglich wären. Auch die typische Kleidung in gedeckten Grün- und Beigetönen gehört genauso zu einer Safari dazu, wie Fernglas, gutes Schuhwerk und ausreichend Sonnenschutz.
Meine Packliste:
Das wichtigste zuerst… das richtige Fahrzeug! Ob Land Cruiser, Hilux, Land Rover Defener oder Minibus mit Allradantrieb. Beim richtigen Safari-Fahrzeug scheiden sich die Geister (und Mechaniker).


Aufbewahrung und Transport
- Reisetasche oder Backpack: Verzichte möglichst auf große, sperrige Hartschalenkoffer. Zum einen passen sie nicht unbedingt in jeden Safari-Truck, zum anderen können sie auf den holprigen Pisten schnell Kratzer abbekommen, wenn sie im Kofferraum oder auf der Ladefläche des Jeeps hin und her geschmissen werden, wie wir während unsere Namibia-Reise feststellten. Praktischer sind größere Reisetaschen oder Trekkingrucksäcke, die sich flexibler verstauen lassen. Seit meiner Asienreise 2016/17 bin ich meinem geliebten 45-Liter-Rucksack Pacsafe Venturesafe unterwegs. Ich habe meine Koffer bzw. Taschen zusätzlich meist mit Zahlenschlössern gesichert.
- Tagesrucksack: Ein kleiner Rucksack mit 15-20 Litern, in dem du Wasser- und Snacks, Taschentücher, Kamera, Handy und Fernglas verstauen kannst.
- Kulturbeutel: Besonders gut geeignet für Reisen sind jene Kulturbeutel, die sich aufhängen und wieder einrollen lassen. Dadurch, dass sie sich einfach an die Wand hängen lassen, werden sie nicht so schnell schmutzig und sparen Platz.
- Stoffbeutel: In einigen afrikanischen Ländern, darunter Namibia, Kenia und Tansania, sind Plastiktüten in Nationalparks und Schutzgebieten verboten. In Namibia wird das teilweise auch an den Parkeingängen kontrolliert. Bewahre deine Lebensmittel deshalb am besten in der Kühlbox des Fahrzeugs oder in wiederverwendbaren Stoffbeuteln auf.
- Bauchtasche und Portemonnaie: Auf vielen meiner Reisen verstaue ich meine Wertsachen zur Sicherheit in einer Bauchtasche. Ich nutze dafür eine Dokumenten-Bauchtasche von Eagle Creek, die du einfach unter deiner Kleidung tragen kannst und die so von außen nicht sichtbar ist. Außerdem bewahre ich Bargeld und Bankkarten möglichst nicht alle am selben Ort auf. So verstaue ich beispielsweise eine zusätzliche EC-Karte und 100 bis 200 Euro getrennt von meinem übrigen Geld, etwa im Gepäck. Auch Personalausweis und Reisepass bewahre ich grundsätzlich getrennt voneinander auf.
- Technik Organizer Tasche: Ein Ort, an dem alle Ladekabel, Stecker und die Powerbank verstaut sind, ist einfach so viel praktischer, als wenn alles lose im Rucksack herumfliegt.
- Zipper-Beutel/ Dry-Bags: Eine wasserdichte Tasche mit sicherem Verschluss ist auf Reisen generell empfehlenswert, um empfindliche Gegenstände wie Kamera, Handy und wichtige Dokumente vor Wasser und Feuchtigkeit zu schützen. Zudem müssen Flüssigkeiten beim Fliegen bis 100 ml aktuell noch in durchsichtigen Beuteln verpackt werden und ein Beutel darf die Gesamtmenge von einem Liter nicht überschreiten. Dafür sind die Zipper-Beutel nützlich.
Kleidung
Geeignete Safari-Kleidung sollte leicht, atmungsaktiv und farblich möglichst neutral sein, idealerweise in Tönen, die sich der Savanne anpassen. Mein Kleiderschrank in Namibia bestand größtenteils aus den Farben Beige, Olivgrün und Braun. Zum Schutz vor Sonne und Insekten empfiehlt sich außerdem lockere Kleidung mit langen Ärmeln. Wenn du ausschließlich Pirschfahrten im Jeep unternimmst, ist die Outfitwahl vielleicht nicht ganz so entscheidend wie bei einem Bush Walk, bei dem du zu Fuß unterwegs bist. Generell gilt in den Nationalparks Namibias allerdings, dass das Aussteigen aus dem Fahrzeug außerhalb ausgewiesener Bereiche ohnehin untersagt ist. Als meine Mama und ich unsere erste Tour durch den Etosha-Nationalpark unternahmen, begegneten wir auf dem Weg zum privaten Wasserloch der Etosha King Nehale Lodge einem ganzen Rudel junger Löwen, die es sich im Schatten gemütlich gemacht hatten. Wir parkten direkt neben ihnen. Ich bin mir sicher, dass vor allem unser ruhiges und unauffälliges Verhalten im offenen Jeep dazu beitrug, dass die Tiere so entspannt blieben. Aber vielleicht ein Stück weit doch auch unsere gedeckten Farben.
Die frühen Morgen- und späten Abendstunden sind oft die besten Zeiten für eine Safari, können allerdings auch ganz schön kühl werden. Vor allem auf offenen Safarifahrzeugen kommt der Fahrtwind noch dazu. Ich hatte deshalb immer ein warmes Sweatshirt und teilweise noch eine wasserabweisende Funktionsjacke dabei, die insbesondere während der afrikanischen Regenzeit wichtig ist. Packe trotzdem nicht zu viele Kleidungsstücke ein! Gerade bei längeren Aufenthalten lohnt es sich eher, den oft recht günstigen Wäscheservice der Lodges zu nutzen. Kleinere Kleidungsstücke wie Unterwäsche oder Socken lassen sich aber auch problemlos zwischendurch mit etwas Handwaschmittel oder notfalls Duschgel von Hand waschen. Nachdem Waschen kannst du sie erneut mit Moskitospray (Autan, Nobite oder mein Favorit – Peaceful Sleep, was es nur in Namibia gibt) imprägnieren.

- Leichte, lockere Oberteile in neutralen Farben: T-Shirts, Langarmshirts, idealerweise mit UV-Schutz.
- Lange Hosen: Outdoorhosen, locker sitzende Hosen für lange Fahrten, ein paar Jeans für den Städtebummel und mindestens eine Shorts dürfen auf jeden Fall nicht fehlen.
- Festes Schuhwerk: Ein paar ordentliche Wanderschuhe für Bush Walks, bestenfalls mit einem hohen Schaft. Außerdem Turnschuhe und Flip Flops für den Pool. Lasse Schuhe auf Safari nie draußen stehen. Entweder findest du morgens früh eine Überraschung in Form eines giftigen Skorpions oder einer Riesenspinne im Schuh oder ein Affe, Schakal oder ein anderer Savannenbewohner stiehlt ihn.
- Badeanzug oder Bikini für die Pools auf den Lodges. Sarong-Tuch zum Bedecken zwischen den Schwimmeinheiten.
- Jacke für kalte Stunden: Eine leichte Regenjackeabsolute solltest du auf jeden Fall im Koffer haben, dazu am besten noch eine Fleece- oder Softshelljacke bzw. eine Weste über dem Sweatshirt.
- Stirnband oder Mütze: Im namibischen Winter herrschen Nachts oft unter 0 Grad. Da man die meiste Wärme über den Kopf verliert, empfiehlt es sich, diesen Nachts warm einzupacken.
- Sonnenhut oder Cappy: Ich bin eindeutig Team Cappy, aber am Ende gilt, hauptsache dein Kopf wird ausreichend vor der starken Sonneneinstrahlung geschützt.
- Sonstiges: Unterhosen, Socken (auch höhere Wandersocken), BHs/ Bustiers und mindestens einen Gürtel.
- Rei-Handwaschmittel: Habe ich nicht nur auf Safari sondern generell auf Reisen immer dabei.
Noch ein letzter Tipp – du musst dir nicht die teuerste Safari-Kleidung bei Globetrotter & Co kaufen, um auf Safari gut gekleidet zu sein. Auch bei Decathlon oder der Sportabteilung von günstigeren Bekleidungsgeschäften kannst du gut Trekkingausrüstung kaufen, zu deutlich niedrigeren Preisen. Wenn du bereits während der Safari weißt, dass du gewisse Kleidungsstücke nach der Reise nicht mehr brauchst oder willst, freuen sich die Locals wirklich sehr darüber, wenn du ihnen Kleidung da lässt. Dass haben Gäste auf der Düsternbrook-Gästefarm, wo ich drei Monate als Volontärin arbeitete, mehrfach gemacht, und auch meine Mama hat ihre Wanderschuhe auf einer Lodge zurückgelassen. Oder einfach von Anfang an Kleidung kaufen, die man auch hinterher noch gerne trägt. Ich liebe meine olivfarbenen Blusen und die lockeren Leinenhosen noch heute!
Kosmetik
Weniger ist mehr, vor allem bei Kosmetik! Die wichtigsten Produkte in meinem Kulturbeutel auf Safari waren neben guter Sonnencreme, eine feuchtigkeitsspendende Gesichtscreme, sowie Teebaumöl gegen Hautunreinheiten, an denen ich in Namibia leider litt, Lippenpflege mit Lichtschutzfaktor und Desinfektionsmittel. Dazu kommen;
- Shampoo, Spülung & Duschgel: Wähle Produkte, die wirklich Feuchtigkeit spenden.
- Korallenfreundliche Sonnencreme min. mit Lichtschutzfaktor 30 oder besser 50 (falls du im Meer schwimmen gehst, um den Korallen nicht zu schaden) und unbedingt eine After Sun Lotion, falls die starke afrikanische Sonne dich doch einmal verbrennt. Beide Produkte sind im Ausland oft deutlich teurer, als daheim.
- Lippenpflege mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor
- Zahnbürste (elektrisch/ normal), Zahnpasta und Zahnseide
- Gesichtscreme (Tag/ Nacht)
- Deo
- Rasierer, Klingen und Rasierschaum
- Kamm/ Bürste
- Nagelschere, Knipser oder Pinzette
- Schminkutensilien, Abschminktücher: Habe ich auf Safari allerdings nie gebraucht.
- Tampons, Binden, Slipeinlagen: Im Ausland häufig teurer.
- Wattestäbchen
- Taschentücher
- Desinfektionstücher/-gel
- Haargummis/-spangen
- Bei Bedarf: Verhütungsmittel, Kontaktlinsen und Kontaktlinsenflüssigkeit. Kondome sind in Namibia teilweise nur auf Nachfrage an der Bedientheke erhältlich.
Notfalls kannst du eigentlich all diese gerade aufgelisteten Produkte auch in lokalen Supermärkten und oft sogar in den Shops auf den Campingplätzen nachkaufen. Trage Deo und Parfüm sparsam auf, weil es auf Safari die Wildtiere stören kann.
Für den Notfall: die Reiseapotheke
Ich habe inzwischen ein paar Lieblingsprodukte, die ich vor jeder größeren Reise in meiner Kölner Stammapotheke einkaufe (oder etwas günstiger online bei der Shop Apotheke) und die mir im Ausland schon das ein oder andere Mal das Leben erleichtert haben. Je nach Reiseblog, auf dem du dich informierst, scheiden sich besonders bei der Wahl der Medikamente etwas die Geister. Ich kann dir im Folgenden daher einfach nur jene auflisten, die sich für mich besonders bewährt haben.
- Kleines Fieberthermometer
- Moskitospray: Kleine Dose mitnehmen und dann am besten vor Ort nachkaufen, da die Mittel im Ausland häufig viel stärker sind als bei uns (Peaceful Sleep in Namibia).
- Malariaprophylaxe: Je nach Region und Reisezeit unbedingt notwendig! Während der Regenzeit würde ich etwa den Caprivi-Zipfel nie ohne Prophylaxe bereisen und auch das Okavango-Delta ist aufgrund seiner Feuchtgebiete fast ganzjährig Malaria-Risikogebiet. Inzwischen sind viele afrikanische Krankenhäuser zwar gut auf die Behandlung von Malaria eingestellt, dennoch ist Vorbeugung durch Prophylaxe, Spray und entsprechende Kleidung noch immer der beste Schutz. Was sonst noch gegen Moskitos hilft, kannst du hier nachlesen; Moskitoschutz auf Reisen.
- Desinfektionsspray von Octenisept (gibt es auch in kleinen Flaschen).
- Fenistil: Gegen Sonnenbrand, Insektenstiche oder Allergien.
- Bepanthensalbe für die Wunderversorgung.
- Nasenspray
- Hustenbonbons von Lemocin
- Pflaster: Normale für Wunden, Blasenpflaster, Pflaster, die man auf Insektenstiche kleben kann.
- (Fiebersenkende) Schmerzmittel wie Paracetamol, Ibuprofen oder Buscopan (gegen Regelschmerzen). Die trockene Luft und die Hitze in Namibia haben bei mir leider häufig Kopfschmerzen ausgelöst. Meine persönliche Notfallkombination bestand deshalb oft aus einer Ibu und einer eiskalten Coca-Cola.
- Voltaren Schmerzsalbe: Hilft erfahrungsgemäß nicht nur gegen Pferdetritte besonders gut, sondern auch bei Überlastungen nach zu langen Wanderungen, Klettertouren und akuten muskulären Schmerzen.
- Vomacur: Meine absolute Lieblingstablette gegen Reisekrankheit, macht jedoch sehr müde, weshalb du sie nicht unbedingt vor Autofahrten nehmen solltest.
- Durchfalltabletten: Am besten zwei verschiedene, einmal zum Behandeln des Durchfalls und einmal zum Stoppen. Tannacomp ist mein Favorit.
- Breitbandantibiotika: Verschreibungspflichtig. Habe ich auf meiner Asienreise und auch in Namibia dabei gehabt, auf kürzere Reisen verzichte ich allerdings darauf.
- Persönliche Medikamente: Persönliche Erkrankungen, Anti-Allergika, bzw. bei Frauen die Pille, KadeFungin, etc.
- Kleines Erste Hilfe-Set (falls im Mietauto nicht sowieso vorhanden) mit: Mullbinden, etwas zum Verbinden, sterilen Nadeln und ggf. Betaisodona.
Technik
Auch in Sachen Technik habe ich mich über die letzten Reisejahre hinweg drastisch reduziert. Zudem achte ich inzwischen sehr darauf, dass ich Laptop, Kamera, Handy etc. in sicheren Schutztaschen bzw. Hüllen verstaue, weil der Transport auf unebenen Straßen oder der oft sehr unsanfte Umgang mit dem Gepäck die sensiblen Geräte sonst schwer beschädigen können. Auf keiner meiner Reise fehlen;
- Mein geliebtes MacBook Air (inzwischen bereits eine neuere Version, nachdem der Vorgänger während meines Auslandssemesters in der Slowakei endgültig den Geist aufgab). Fürs Reisen empfehle ich tatsächlich auch nur die Air oder das neue Pro-Modell, weil diese deutlich leichter sind, als andere Mac’s.
- Kamera Sony DSC-HX90. Diese Kamera ist mir seit meiner ersten Solo-Reise treu! Dazu nehme ich immer noch mindestens eine zusätzliche Speicherkarte mit.

- Handy (ich habe das iPhone 17 Pro, dessen Kamera sich wirklich bewährt hat) und immer 1-2 Ladekabel plus Stecker dabei.
- Kindle E-Reader
- Noise Cancelling Kopfhörer/ Ohrstecker.
- Reiseadapter
- Diverse Ladekabel für alle Geräte, Adapter für den Zigarettenanzünder.
- Powerbank: Inzwischen gibt es auch super Outdoor-Powerbanks, die mit Solar geladen werden können.
- Bei Bedarf: ActionCam, Drohne, etc.
- E-Sim, wenn ich kurzzeitig in einem Land reise. Lebe ich länger an einem Ort, kaufe ich mir eine lokale Sim-Karte.
Dokumente und Papiere
Bares ist Wahres in vielen afrikanischen Ländern! Die Eintrittsgebühren der meisten Nationalparks lassen sich nur bar bezahlen, kleinere Shops und Tankstellen auf dem Land haben oft keine Kartenlesegeräte. Bereits in Marokko habe ich mir angewöhnt, immer etwas Notfallgeld und eine zusätzliche Visa-Karte irgendwo versteckt im Gepäck aufzubewahren. Nach Bargeldabhebungen verteile ich meine Scheine auf verschiedene Verstecke, anstatt alles im selben Geldbeutel zu verstauen. Schließlich wäre das für jeden korrupten Polizisten ein gefundenes Fressen.
Vorsicht solltest du außerdem beim Geldabheben in Afrika wahren! Nutze nach Möglichkeit Geldautomaten direkt an Bankfilialen und während der Öffnungszeiten, wenn im Notfall jemand vor Ort helfen kann. In Namibia sitzt abends häufig ein Sicherheitsmitarbeiter vor der Filiale. Wenn möglich, hebe dein Geld direkt in der Bank ab und verdecke bei der PIN-Eingabe immer das Tastenfeld. Wie wichtig das ist, musste eine Freundin von mir erfahren, die mich in Namibia besuchte. Beim Geldabheben an einer Tankstelle wurden offenbar ihre Kartendaten ausgelesen und anschließend mehrere Tausend Euro von ihrem Konto abgebucht. Und auch mich hat es erwischt. Als ich längst wieder aus Namibia zurück war, wurden mir 600 Euro von meinem Konto abgebucht, an einem Geldautomaten in Südafrika. Nach einigem Hin und Her hat mir die DKB das Geld schließlich zurückerstattet.
- Reisepass, es gibt nichts wichtigeres auf einer Fernreise! Falls du ein Visum benötigst, kümmere dich am besten bereits vor deiner Reise darum, insofern es nicht problemlos bei der Einreise (Visa on Arrival) erhältlich ist. Prüfe außerdem rechtzeitig, ob dein Reisepass noch mindestens sechs Monate gültig ist und genügend freie Seiten für Visa und Einreisestempel hat. Ggf. brauchst du auch Passbilder für die Visabeantragung.
- Visa-/ Mastercard: Ich reise mit der kostenlosen DKB-Debitkarte.
- Portemonnaie mit allen sonstigen notwendigen (nur den wirklich wichtigen) Karten; Krankenkarte, Studentenausweis (für Rabatte), Payback-Karte etc.
- Je nach Land, Bargeld in der entsprechenden Währung. Ich hebe meistens direkt vor Ort Geld ab.
- Ausweis, Zweitkarte und Notfallgeld im Gepäck oder Auto verstecken.
- Buchungsbestätigungen von Hotels, Mietwagen und Rückflug.
- Kopien: Impfpass (nehme ich ungerne im Original mit), Auslandskrankenversicherung (danach wurde ich an der Grenze tatsächlich schon gefragt), eine Liste mit den Notfallkontakten, Notfall-Sperrnummern der Bankkarten.
- Alles rund ums Auto: Führerschein (national und international), Fahrzeugpapiere, die grüne Versicherungskarte und außerhalb Europas auch der Nachweis über den Abschluss einer lokalen KFZ-Versicherung. Alles was beim Reisen mit Auto sonst noch wichtig ist, kannst du hier nachlesen; Die ultimative Packliste für Roadtrips.
Sonstiges
Mach dich bei der Packliste und Reisevorbereitung nicht völlig verrückt. Natürlich gibt es einige Dinge wie Reisepass, Visa und gegebenenfalls wichtige Medikamente, um die du dich unbedingt rechtzeitig kümmern solltest. Vieles andere lässt sich im Notfall aber auch vor Ort nachkaufen. Und du musst wirklich nicht für jede Eventualität gewappnet sein.
Trotzdem gibt es einige Dinge, auf die ich bei keiner Tour durch Afrika mehr verzichten würde, dazu zählen;
- Mein persönliches Schlafkissen.
- Schlafmaske & Ohropax für die Hostelnächte.
- Eine gute Sonnenbrille, denn deine Augen werden es dir danken, mitsamt Etui.
- Taschenmesser
- Schnell trockene Mikrofaserhandtücher.
- Lutschtabletten und Bonbons gegen die Trockenheit, weil Wasser irgendwann einfach langweilig wird.
- Isoflasche zum Wiederbefüllen und eine kleine Brotdose, wenn beim Kochen Essen überbleibt.
- Mindestens ein gutes Buch, falls E-Reader auch nicht so dein Fall sind. Falls du dir unsicher bist, welche Lektüre für afrikanische Abende die richtige ist, hier einige meiner Lieblingsbücher; Sachbücher über die afrikanische Tierwelt, z. B. Roberts Bird Guide, der Tracker Manual, um die Abdrücke der Wildtiere zuordnen zu können, Grzimeks Roman Kein Platz für wilde Tiere, Gesa Neitzels Afrikaromane über ihre Rangerkurse in Südafrika und ihre Safaris quer durch Afrika, Der Elefantenflüsterer von Lawrence Anthony. Zudem reise ich eigentlich immer mit einem Reiseführer und lade mir vor Roadtrips auch Karten herunter bzw. bestelle Straßenkarten beim ADAC.
- Reisespiele, falls du am Abend mal mit anderen zusammensitzt.
- Persönliche Accessoires wie Kuscheltiere, Fotos oder in meinem Fall einen Tennisball meines verstorbenen Hundes Gismo, der mich überall hin begleitet.
- Ein richtig gutes Fernglas! Die meisten Safarianbieter verliehen auch Ferngläser, es ist dennoch cooler, ein eigenes griffbereit zu haben und gemeinsam mit dem Guide nach Wildtieren Ausschau zu halten.
- Reisetagebuch und Kugelschreiber.
- Tee (es tut so gut, einfach mal etwas anderes als Wasser zu trinken) und ein paar Lieblingssnacks von daheim, aber ohne Schokolade, die schmilzt dir sofort.
Je nach Anbieter ist die Campingausrüstung bereits im Mietpreis enthalten. Ich mietete einen Toyota Hilux bei Asco Car Hire und bekam mit dem Wagen auch die komplette Ausstattung: Campingstühle, Tisch, Gaskocher, Geschirr, Kühlbox etc. Das Einzige, was fast immer fehlt, ist ein gutes, scharfes Messer. Auch das Bettzeug war ziemlich schmuddelig, weshalb ich beim nächsten Mal eher meinen eigenen Schlafsack mitnehmen würde. Und wenn du abends auf dem Campingplatz merkst, dass doch einmal das Feuerzeug leer ist, dann kannst du immer auch andere Reisende um Hilfe bitten. In Afrika ist man nie allein!
Besonderheiten als Selbstfahrer(in)
Beim Alleinreisen als Frau mit dem Auto durch afrikanische Länder zieht man noch immer mehr Aufmerksamkeit auf sich, als das beispielsweise in Europa der Fall ist. Bis auf einen einzigen Moment in der Stadt Opuwo im Norden Namibias, als mein Mietauto plötzlich von Bettlern umringt war und ich nicht mehr einsteigen konnte, habe ich mich jedoch immer sicher gefühlt. Solche Situationen können jedoch vorkommen. In diesem Moment habe ich lautstark auf mich aufmerksam gemacht und den Security-Mitarbeiter des nahegelegenen Spar-Supermarkts um Hilfe gerufen.

Weitere Tipps, damit du sicher durch Afrika kommst:
- Reise tagsüber und vermeide das Fahren bei Dunkelheit. Schlaglöcher, unbeleuchtete Fahrzeuge, sowie Menschen und Tiere auf der Fahrbahn können nachts besonders gefährlich werden. Die einzige Region, in der ich einige Male schon früh morgens vor Sonnenaufgang unterwegs war, war Nordnamibia. Tagsüber grasen hier oft Kühe und Esel gefährlich nah am Straßenrand oder stehen direkt hinter Kurven. Entgegenkommende Fahrzeuge wirbeln zudem riesige Staubwolken auf, sodass du teilweise anhalten und warten musst, bis sich der Staub wieder gelegt hat.
- Nicht beim Mietauto sparen. Dieses Mantra gilt für mich inzwischen ganz allgemein auf Reisen. In den meisten Safarigebieten brauchst du spätestens dann, wenn du ein Reservat oder einen Nationalpark befährst, ein gutes Allradfahrzeug. Bei der Abholung des Mietwagens erhältst du zudem meist eine ausführliche Einführung in die Fahrzeugtechnik und erfährst, wo sich Ersatzrad, Schaufel, Benzinkanister, Werkzeugkiste und weitere Ausrüstung für den Notfall befinden. Ich habe in Namibia Reisende getroffen, die lediglich zwischen Swakopmund, Etosha und Windhoek unterwegs waren und deshalb beim Mietauto sparen wollten, indem sie statt eines Jeeps einen Kleinwagen mieteten. Prinzipiell ist das zwar möglich, auf den langen Schotterstraßen aber wahnsinnig unkomfortabel. Kleinwagen sind zudem häufig weniger gut für solche Straßenverhältnisse geeignet und können durch aufgewirbelte Steine leichter Schäden davontragen. Es kann daher vorkommen, dass der Mietwagenverleih dich im Nachhinein für Lackschäden zur Kasse bittet.
- Es sind die Kleinigkeiten, die für Sicherheit im Reisealltag sorgen. Türen verriegeln, Wertsachen nicht offen herumliegen lassen, Taschen möglichst nicht unbeaufsichtigt im Auto lassen und Gepäck bei Pick-ups am besten auf der Ladefläche verstauen. Teile außerdem nicht jede Information über deine Reise mit Fremden und wähle deine Übernachtungsplätze bewusst aus. So sehr ich zudem das Wildcampen liebe, habe ich in Namibia doch darauf verzichtet. 2025 wurde ein Mann beim Wildcampen in einem Trockenflussbett in Namibia von einer Löwin angegriffen und getötet, als er am frühen Morgen die Leiter seines Dachzelts hinunterstieg. Auch von den meisten Community Campsites, also Campingplätzen, die von Dorfbewohnern betrieben werden, wurde mir von Einheimischen abgeraten. In Facebook Foren las ich häufig von bewaffneten Raubüberfallen auf diesen Campsites. In Namibia haben mir persönlich die Unterkünfte von Gondwana am besten gefallen.
- Keine Tramper mitnehmen und auch sonst nicht für jeden anhalten. In Namibia ist das Trampen besonders in den ländlichen Regionen und damit in weiten Teilen des Landes ganz normal. Immer wieder siehst du einzelne Personen am Straßenrand, welche Hand oder den Daumen rausstrecken. So sehr mir die Menschen oft leidtaten, würde ich aus Sicherheitsgründen dennoch weiterfahren. Auch bei Leuten, die mit leeren Wasserflaschen, ihrem Handy oder anderen Gesten versuchen, deine Aufmerksamkeit zu gewinnen, solltest du nicht vorschnell anhalten. Gerätst du in eine Polizeikontrolle, achte ebenfalls darauf, dass deine Wertsachen sicher verstaut und nicht offen sichtbar sind. Apropos Polizeikontrolle. Ich wurde in Namibia bei einer Polizeikontrolle nicht selten nach meiner Handynummer gefragt, leider immer dann, wenn der Beamte meinen Reisepass und Führerschein in der Hand hielt. Ich gab dann einfach immer eine falsche Nummer an.
- Stelle das Auto nur auf überwachten Parkplätzen ab. Immer! Egal ob beim Einkaufen, mal kurz Geldabheben oder um im nächsten Restaurant auf Toilette zu gehen.
- Plane auch ohne Internet. Besonders auf Safari fährst du eigentlich von einem Funkloch ins nächste, was ich persönlich als sehr befreiend wahrgenommen habe. So kannst du dich ganz auf die Tiersichtungen einlassen. An den Parkeingängen erhältst du in der Regel Karten des Parks. Eine gewisse Orientierungsfähigkeit solltest du allerdings mitbringen. Zusätzlich habe ich mir meist Offlinekarten heruntergeladen und vor der Fahrt geprüft, wann und wo die nächste Tankstelle kommt.
- Obwohl ich in diesem Artikel eine ausführliche Safari-Packliste zusammengestellt habe, finde ich, dass bei Selbstfahrertouren gar nicht so sehr entscheidend ist, was du alles mitnimmst, sondern vielmehr, was du während der Fahrt griffbereit hast, ohne dafür anhalten zu müssen. Ich hatte immer eine kleine Tasche auf dem Beifahrersitz oder im Fußraum, in der sich all die Dinge befanden, für die ich nicht extra aussteigen und den Kofferraum öffnen wollte. Dazu gehörten Wasser und Snacks, Bargeld und die wichtigsten Dokumente, genügend Ladekabel, ein Stecker für den Zigarettenanzünder oder eine Powerbank, ein kleines Fläschchen Handdesinfektionsmittel, Mückenspray, ein Reiseführer, ein Fernglas und eine Jacke.
- Und um bei den vielen Kilometern on the road nicht Lust und Laune zu verlieren, habe ich mir vorab etliche Podcasts und Hörbucher heruntergeladen, sowie Playlists zusammengestellt. Beim Fahren durch die Parks habe ich mich jedoch ganz auf die Wildnis eingelassen.
Fazit
Oft hat mich der Anblick der perfekt ausgestatteten Safarireisenden im teuren Einheitslook, beige-grüne Outfits, Cowboyhüte und Reisetaschen im Military Style, fast ein wenig eingeschüchtert. War ich doch mit meinem pinken Koffer, ein paar olivgrünen Shirts und meinen Turnschuhen in Afrika unterwegs. Und auch wenn ich dir mit diesem Artikel versucht habe, die optimale Packliste für Safarireisen an die Hand zu geben, heißt das natürlich nicht, dass du dich strikt daran halten musst. Sie soll dir lediglich als Orientierung dienen. Vieles macht durchaus Sinn; hohe Wanderschuhe zum Schutz vor Skorpionstichen oder Schlangenbissen etwa, imprägnierte Kleidung gegen Mücken sowie die Tsetsefliege und eine detaillierte Land- und Straßenkarte, damit du dich auch offline zurechtfindest. Allerdings ist der Outdoor- und Safarimarkt inzwischen vor allem eines, ein Riesengeschäft. Egal, ob es um Kleidung, technische Ausstattung oder die Reiseplanung selbst geht.
Und egal, ob in Kenia, Namibia, Südafrika, Zimbabwe oder Sambia, überall bin ich so herzlich willkommen geheißen worden, wenn auch manchmal zuerst von den nicht immer ganz uneigennützigen Grenzbeamten. Immer wieder haben mir Einheimische ausgeholfen, wenn ich einmal nicht weiterwusste. Und immer waren es die ungeplanten Momente, auf die mich keine noch so ausführliche Packliste hätte vorbereiten können, die zu meinen ganz besonderen Safarimomenten wurden, etwa ein nächtlicher Elefantenbesuch auf unserem Campingplatz in Victoria Falls, ein Sonnenuntergang über dem Okavango oder meine erste Löwensichtung im Caprivi. Safari njema! 🐘🌍
Weitere nützliche Packlisten für deine Reise:
Packliste für eine Weltreise nur mit Handgepäck
Acht Monate reiste ich nach dem Abitur durch Asien. All mein Gepäck verstaute ich dabei in meinem heißgeliebten Handgepäcksrucksack von Pacsafe! Nur mit Handgepäck unterwegs zu sein, bedeutete, dass ich mir genau überlegen musste, was ich auf der Reise wirklich brauchte und auf was ich vielleicht doch verzichtet könnte. Weniger ist in jeden Fall mehr…
WeiterlesenDie ultimative Packliste für Roadtrips
Der große Vorteil am Reisen mit eigenem Fahrzeug im Gegensatz zum Rucksackreisen ist, dass du deutlich mehr mitnehmen kannst. Du musst dir nicht über jedes Gramm Gedanken machen – schnell gerät man dann jedoch in Versuchung, viel zu viel einzupacken. Ich hatte oft das Glück, dass in meinen VW-Bus Henry sehr viel Gepäck hineinpasste und…
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