Wie du als Backpacker in Bangkok überlebst

Bangkok ist das laute und schillernde Herz Südostasiens und eine Stadt der Extreme. Ich verbrachte drei Tage in Thailands Hauptstadt, von denen die ich dir in diesem Artikel berichten möchte.

 

Bangkok ist nicht nur das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum Thailands, sondern auch eine der wichtigsten Großstädte in Asien, mit mehr als acht Millionen Einwohnern und einigen der besten Krankenhäuser des gesamten Kontinents. Zudem ist die Stadt häufig die erste Anlaufstelle für Reisen durch Südostasien und vollkommen auf den Tourismus eingestellt.

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Die Khao San Road bei Abend

Viele Reisende kommen auf der berühmt berüchtigten Khao San Road unter, wo auch Leonardo DiCaprios Thailandreise im Film The Beach begann und welche besonders für ihr ausschweifendes Nachtleben bekannt ist. Seite Mitte der 1980er Jahre entwickelte sie sich zum Mittelpunkt des südostasiatischen Rucksacktourismus, mit ihren vielen Unterkünften, westlichen Restaurants, Straßenhändlern, Tattoo-Studios und Reisebüros. Tagsüber scheint die 400 Meter lange Straße ein wenig verschlafen, doch Abends ändert sich das, wenn laute Musik aus den Clubs schallt, die Kneipen ihre Happy Hour bewerben, Lachgas, Alkohol und gegrillte Insekten die Runde machen und Massen an angetrunkenen Touristen durch die Straße wanken.

Aktivitäten

Doch Bangkok hat noch soviel mehr zu bieten als nur die Khao San Road, die einem schnell auf die Nerven gehen kann, besonders aufgrund der alkoholisierten Massen und dreisten Straßenverkäufer. So lohnt sich beispielsweise ein Besuch einer der 400 Tempel der Hauptstadt, beispielsweise der Wat Phra Kaeo, der in der Anlage des Königspalasts liegt, oder der Wat Pho, mit seiner 45 Meter langen, goldenen Buddha Statue.

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Buddhastatuen im Wat Pho

Ansonsten ist ein Abend auf einer der zahlreichen Sky Bars Bangkoks ein unglaubliches Erlebnis. Wir besuchten die Sirocco Bar des Lebua Sky Towers, welche sich besonders seit dem Film Hangover 2 größter Beliebtheit erfreut, trotz unverschämter Preise, so kostet hier beispielsweise eine Cola umgerechnet um die sieben Euro. Für den atemberaubenden Ausblick vom Hochhaus lohnt sich das Geld jedoch, nur sollte man sich vorher über den recht strengen Dresscode informieren, keine Rücksäcke, Shorts, Flip Flops oder Schlabberhosen.

Die beiden Dinge die ich in Bangkok am meisten genossen habe, waren das gute Essen und die vielen Shoppingmöglichkeiten. Zum Essen würde ich definitiv das indische Restaurant des Rainbow Hostels empfehlen, das auf der Chakrabongse Road, direkt neben der Khao San Road, liegt. Ansonsten laden zahlreiche Straßenmärkte zum Einkaufen ein, wie der berühmte Chatuchak Wochenendmarkt, der Patpong Nachtmarkt, der Pak Klon Talat oder der Amulettmarkt, auf dem man wunderbare Souvenirs finden kann.

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Einer der Stände des Amulettmarkts am The Chang Pier

Eines meiner absoluten Highlights war unser Abend im Muay-Thai Boxstadion. Dazu muss man wissen, dass es in Bangkok vier Stadien gibt, das Lumpini Stadion, das Channel 7 Stadion, das Omnoi Stadion und das Rajadamnern Stadion, letzteres besuchten wir. Nur die besten Muay Thai Kämpfer schaffen es bis in eine der Arenen in Bangkok und dementsprechend leidenschaftlich und intensiv sind auch die Kämpfe. Die sonst so kontrollierten und ruhigen Thais wetteten auf den Rängen mit vollem Körpereinsatz und diskutierten wild mit den anderen Gästen, was mich unweigerlich an einige Bundesligaspiele erinnerte.

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Einer der 12 Kämpfe des Fight Abends im Rajadamnern Stadion

Weitere Inspirationen über Aktivitäten in Bangkok findest du übrigens in dem Artikel 20 Dinge, die du in Bangkok machen solltest von Tobias (von homeiswhereyourbagis).

Sicherheitshinweise

Bangkok ist eigentlich eine sichere Stadt, jedoch sollte man sich einige Dinge zu Herzen nehmen, damit der Aufenthalt nicht mit einer bösen Überraschung endet.

1. Handeln

Handeln ist in den meisten Fällen angebracht, denn besonders auf der Khao San Road oder auf dem Patpong Nachtmarkt starten die Händler oftmals mit viel zu hohen Preisen. Vorsicht ist auch vor den berüchtigten Edelstein-, Juwelen- und generell Schmuckhändlern geboten, die einem häufig Fälschungen zu einem hohen Preis verkaufen wollen.

2. Schlepper

Ein weiteres Ärgernis sind Schlepper, oft gut gekleidete und sehr freundliche Thais, die einen auf der Straße ansprechen und beispielsweise zu einer Stadtrundfahrt einladen oder irgendeine Geschichte auftischen wollen. Am Ende bringen sie die Touristen häufig zu irgendwelchen Läden, wo sie so lange bedrängt werden, bis sie etwas kaufen. Einige Tuk Tuk-Fahrer verdienen sich zudem dadurch, dass sie die Kunden nicht direkt zu ihrem Ziel fahren, sondern vorher in einem Reisebüro, Schmuckladen etc. absetzen, etwas Geld dazu. Außerdem sollte man Tuk-Tuk Fahrer die einem eine Stadttour zum Schnäppchenpreis anbieten oder erzählen, dass die jeweilige Sehenswürdigkeit heute geschlossen ist, definitiv ignorieren.

3. Taxifahren

Die meisten Taxis in Bangkok sind mit einem Taxameter ausgestattet, manche Fahrer müssen jedoch nochmal daran erinnert werden, dieses auch einzuschalten. Falls der Taxifahrer sich weigert oder gar zu einem anderen Ziel fahren will, einfach ein neues Taxi nehmen.

4. Anschläge

Am 17. August 2015 fand in Bangkok ein Bombenanschlag statt, dessen Hintergründe bis heute ungeklärt sind, weshalb empfohlen wird, öffentliche Demonstrationen zu meiden.

Ansonsten ist Bangkok sehr sicher und ich habe mich dort nie unwohl gefühlt. Natürlich sollte man eine gewisse Vorsicht walten lassen, um beispielsweise Taschendiebstähle zu vermeiden.

Fazit

Bangkok kann ganz schön anstrengend sein und so wundert es auch nicht, dass die Meinungen über die Stadt sich stark unterscheiden. Sie ist unbestreitbar eine Stadt der Extreme, wie so viele Großstädte Asiens, von der sieben Euro Cola zum Streetfood für umgerechnet 50 Cent, von Hochhäusern und Luxushotels auf der einen und Slums, Dreck und Armut auf der anderen Seite. Doch die Stadt öffnet einem auch die Türen zur großen weiten Welt mit ihren zahlreichen Bus-, Bahn-, Schiffs-, und Flugverbindungen in die Ferne. Und so ist Bangkok doch am Ende vor allem eins: Das wichtigste Organ Südostasiens.

 

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten und auch schonmal einen guten Rutsch ins neue Jahr 2017!

Veröffentlicht von

Hi, ich bin Nadine, 19 Jahre und komme aus Köln! Im September 2016 bin ich auf Weltreise gestartet, auf der du mich auf meinem Blog begleiten kannst. Hier dreht sich alles um die Themen Backpacking, Tauchen und tierfreundliches Reisen.

2 thoughts on “Wie du als Backpacker in Bangkok überlebst

  1. Liebe Nadine,
    nachdem ich nun schon seit deiner Abreise die tollen Reiseberichte lese und jedes Mal wieder auf die nächste Folge gespannt bin, muss ich Dir endlich mal persönlich “ Danke“ sagen – und für ndie nette Postkarte, die Du uns geschrieben hast!
    Du hast ja schon soviel erlebt, aber durchweg doch meist Positives und ich denke, mit deiner netten Art kommt man Dir auch so entgegen! Wie wir lesen, lernet Du ja auch viele andere Gleichgesinnte kennen, mit denen man dann mal ein Stück des Weges gehen kann.
    Wann ist bei Dir Jahreswechsel – oder war er schon wie in Australien vor einigen Stunden?
    Hier in Lindenthal/ Kôln geht alles den gewohnten Weg, da könne wir leider keine interessanten Geschichten berichten – so wie Du!
    Wir wünschen Dir für dein nächstes Reisejahr alles , alles Gute, bleib gesund und pass auf Dich auf!
    Herzliche Grüße aus der Bachemerstraße und einen guten Rutsch,
    Susanne und Petros

    Gefällt 1 Person

    1. Hallo ihr Zwei,
      vielen lieben dank für die netten Worte! Ich hoffe die Karte war lesbar, ich schreibe gerne viel auf engem Raum 😀
      Ich wünsche euch alles Liebe und Gute fürs neue Jahr 2017, viel Gesundheit, Freude und Glück. Es freut mich wirklich sehr, ein positives Feedback zum Blog zu bekommen und zu wissen, dass meine lieben Nachbarn trotz der Entfernung auf der Reise dabei sind 😀

      Liebe Grüße aus Laos

      Nadine

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